Buchtipp: Tiere von Simon Beckett

Dr. Hunter ist wirklich ein außergewöhnlicher Mediziner und definitiv kann man auch die Thriller rund um Simon Becketts Hauptprotagonisten als außergewöhnlich beschreiben, denn dieser Lesestoff geht wirklich unter die Haut. „Leichenblässe“ und „Kalte Asche“ waren meine ersten Kontakte mit dem britischen Erfolgsautor und ehrlich gesagt war ich beeindruckt. Doch als ich dann begann, mich anderen Romanen von Beckett zu nähern, denen, in welchen echte Psychopathen von ihrem Werk erzählen, musste ich erkennen, dass jenes schriftstellerische Talent Becketts noch über das bisher erkannte hinausgeht. So griff ich vor kurzem zu „Tiere“, meinem heutigen Buchtipp, das eine Geschichte erzählt, die aus einer etwas anderen Perspektive an den Leser gelangt.

Es ist die Geschichte von Nigel, einem introvertierten Mann, der in einem Pub haust, den ihm seine Eltern vererbten und in dem schon seit längerem weder Bier noch Schnaps ausgeschenkt wird. Nigel ist ein sonderbarer Typ, er geht täglich zur Arbeit, wo er pflichtgemäß undankbare Büroarbeiten vollrichtet und stets den Launen der Vorgesetzten unterworfen wird. Hier trifft er auch des Öfteren auf Karen und Cheryl, die ihn anziehen, aber auch verwirren. Nigel ist der unauffällige Nachbar von nebenan, doch wenn man einen Blick in seinen Keller wirft, sieht und erfährt man Grausamkeiten, die einem wie ein Schauer über den Rücken laufen. Hier lauern seine Spielgefährten, die mehr oder weniger freiwillig zu eben diesen geworden sind. Diese „Tiere“ bestimmen unseren Buchtipp, wobei Nigel uns als sympathischer Erzähler durch das Werk führt.


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