Buchtipp: Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler

Fitzek - Der NachtwandlerSebastian Fitzek darf man getrost als das Nonplusultra des  deutschen Thrillers bezeichnen. Der gebürtige Berliner, der nach eigenen Angaben auch ganz gerne Thriller liest und zwar jene des US-Amerikaners Harlan Coben, hat bereits das eine oder andere literarische Ausrufezeichen gesetzt. Sein Debüt „Die Therapie“ wurde 2006 zum Erfolg, spätestens seit „Splitter“ 2009 sollte er jedem Literaturfreund ein Begriff sein. Fitzeks große Stärke ist es, dass er zumeist Übeltäter schafft, deren Psychoanalyse selbst einen Sigmund Freud vor große Rätsel stellen dürften. Jüngst hat er das in Zusammenarbeit mit Michael Tsokos wieder einmal mit Bravour bewiesen. Nun wandelt er wieder auf eigenen Füßen und präsentiert mit „Der Nachtwandler“ eine Geschichte, die nun wirklich unter die Haut geht.

Was sind deine schlimmsten Albträume?

Leon Nader richtet bei seiner täglichen Arbeit seine Kamera auf die verschiedensten Motive. Der Fotograf führt ein gewöhnliches Leben, hat aber auch eine bewegende Vergangenheit. In seiner Jugend wurde er von Schlafstörungen geplagt, Albträume bestimmten sein Heranwachsen. Was manche als normal abtun würden, wuchs bei Leon zu einem ernsthaften Problem, schlugen die nächtlichen Ausflüge doch gelegentlich in Gewalthandlungen um. Dafür wurde Leon psychiatrisch behandelt, mit Erfolg, dachte man. Das Schlimmste, was einem Menschen in seiner Situation passieren kann, ist der Umstand, dass ein derartiges, eigentlich überstandenes Übel zurückkehrt.

Was passiert in der Nacht?

Ohne Frage gestaltet sich die Gefühlslage im neuen Psychowerk Fitzeks ein wenig anders als sonst. Man fühlt irgendwie mit dem Protagonisten mit, da er einem sympathisch scheint und er selbst ja nicht so wirklich weiß, was ihm da passiert und was er tut. Der Autor spielt mit dem Leser und schon der Buchtrailer auf seiner Homepage lässt erahnen, dass die Antwort auf die Frage, was da eigentlich vor sich geht, alles andere als einfach zu finden ist. Leons Frau verschwindet spurlos, er selbst wacht mit Kratzspuren am Leib auf. Es gehört zu Fitzeks Repertoire, dass er in seinem Werk nicht viel Blut fließen lassen muss und trotzdem dafür sorgt, dass die rote Flüssigkeit in unseren Adern stockt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, montiert Leon eine Kamera. Das gedrehte Video, das er sich am Folgetag ansieht, entführt ihn in eine grausige Welt, die nicht nur die Grenzen seiner Fantasie sprengt.


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