Buchtipp: Samantha Young – London Road

Young - London RoadDie ersten literarischen Versuche eines Schriftstellers dienen im Regelfall dazu, einen Eindruck davon zu bekommen, ob man mit dem Geschriebenen Leser beeindrucken kann. Dabei ist es gerade die Positionierung innerhalb eines Genres, die den Erfolg eines Autors bzw. einer Autorin bestimmen kann. Bevor die heutige Bestsellerautorin Samantha Young mit ihren Liebesromanen für Furore sorgte, schrieb die freie Autorin aus Schottland Jugendbücher. Zwar verkauften sich diese auch nicht so schlecht, der internationale Durchbruch gelang ihr aber bis dato nicht. Als sie sich dann entschloss, die Themen Leidenschaft und Erotik in ihre Werke einzubinden, stiegen die Verkaufszahlen. „London Road“ ist nun schon ihr zweiter Roman, auf den das Prädikat Weltbestseller zutrifft.

Jo – Eine bemerkenswerte Frau

Zentrale Figur im Werk ist die junge Johanna Walker. Obwohl gerade einmal 24, hat sie in ihrem Leben doch schon so manches erlebt. Seit ihre Mutter dem Alkohol verfallen ist, liegt es an ihr, die Familie, zu der auch noch ein kleiner Bruder gehört, über Wasser zu halten. Das gelingt ihr halbwegs, auch durch den Job in der Bar. Genau dort ist man ihr in „Dublin Street“, dem ersten Werk aus Youngs Feder dieser Art, bereits begegnet. Die Kollegin von Joss soll folglich ein Liebesabenteuer erleben, das dem Vorherigen durchaus ein wenig ähnlich ist. Um aus dem Alltagstrott herauszukommen und sich, ihren Bruder und die alkoholkranke Mutter finanziell abzusichern, bandelt Jo regelmäßig mit vermögenden Männern an. Dabei stellt sie ihre eigenen Bedürfnisse weitgehend zurück – von Liebe und Geborgenheit ist nur wenig zu spüren.

Cam – Die Person, mit der sich alles ändert

Als sie mit dem fünfzehn Jahre älteren, aktuellen Lover Malcolm eine Party besucht, ändert sich das Geschehen ein wenig. Auch er bleibt wie seine Vorgänger relativ charakterlos und von der Autorin kaum detailliert beschrieben. Bei Cam ist das anders. Dieser ist mit Becca, der Ex-Freundin von Malcolm und gleichzeitigen Partyveranstalterin liiert, wirkt aber auch nicht so wirklich glücklich. Gegenüber Jo agiert er zunächst ein wenig abweisend. Nachdem Becca Jo darum bittet, für Cam ein gutes Wort in der Bar einzulegen, nimmt die neue Liebschaft ihren Lauf. Cam und Jo kommen sich näher. Die sexuelle Anziehungskraft wird von Seite zu Seite größer und letztlich ist es nicht unwesentlich, dass gerade ein Mann, der nicht wirklich vermögend ist, Jo am meisten Lebensqualität schenken kann.


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