Buchtipp: Rachel Joyce – Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

Joyce - Das Jahr, das zwei Sekunden brauchteIm vergangenen Jahr gab es viele gute Bücher, die jedes für sich einen ganz individuellen Geschmack trafen. Eines der herausragenden Sahnestücke des Jahres 2012 gelang der britischen Schriftstellerin Rachel Joyce, die gleich mit ihrem literarischen Debüt voll ins Schwarze traf. Zwar schuf die heute 51-Jährige bereits einige unterhaltsame Hörspiele für die BBC, ihr Roman „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ aber muss ohne Frage als bisheriger Karrierehöhepunkt angesehen werden. In der bewegenden Geschichte verarbeitete die Autorin den Krebstod ihres Vaters und brachte somit einen internationalen Bestseller zu Papier, der noch jetzt die Ranglisten ziert. In der nächsten Woche erscheint mit „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ der nächste Roman. Auch dieser verdiente sich vorab Bestnoten.

Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte – Inhalt:

Es ist das Jahr 1972, in dem zur Parifikation des Schaltjahres zwei Sekunden hinzugefügt werden sollen. Was die meisten kaum kümmert, ist Byron Hemmings ein Dorn im Auge. Spürbar beunruhigt erwartet er gemeinsam mit seinem Kumpel James Lowe das schicksalsträchtige Ereignis, das entgegen der Betörungen aller anderen Folgen mit sich bringt.

Byron befindet sich mit seiner Mutter im Auto, als bei einem tragischen Unfall ein kleines Mädchen auf einem roten Fahrrad zu Schaden kommt. Das Ganze dauert nur zwei Sekunden und hat doch so weitreichende Folge. Byrons Mutter verliert, von Schuldgefühlen geplagt, jeglichen Bezug zur Außenwelt. Auch an ihm und selbst seinem Freund James geht „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ nicht spurlos vorbei. Nur einer der Beiden wird nach diesen lebensentscheidenden zwei Sekunden sein Leben weiter meistern können.

„Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ weckt Gefühle beim Leser

So unrealistisch „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ klingen mag, so real ist die Botschaft, die  Rachel Joyce mit ihrem Werk vermitteln möchte. Denkt man einmal darüber nach, sind diese zwei Sekunden sogar entscheidend für ein ganzes Menschenleben. Doch Byron ist ein Kämpfer und das kann man dank der realen und zauberhaften Schreibweise von Rachel Joyce in „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ auch mitfühlen. Nach „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist der Autorin wieder ein Roman voller Emotionen und einer ergreifenden Geschichte gelungen.


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