Buchtipp: P. C. Cast & Kristin Cast – House of Night Bd. 9: „Bestimmt“

CastDas Autoren-Gespann aus Mutter und Tochter ist anhaltend überwältigt von dem grandiosen Erfolg der „House of Night“-Saga. Nachdem bereits die früheren Veröffentlichungen die obersten Plätze der amerikanischen Bestsellerlisten wochenlang besetzten, folgt jetzt Band neun mit dem Titel „Bestimmt. In der Flut der Vampirgeschichten bedarf es eines neuen Ansatzes, um sich eine große Leserschaft zu sichern. Was sich P.C. und Kristin Cast haben einfallen lassen, um sich abzugrenzen, gilt es an dieser Stelle herauszufinden.

Mutter & Tochter

Vorab weigere ich mich, der erzwungenen Individualität der zwei Autorinnen zu erliegen. Die Damen aus dem amerikanischen Tulsa haben sich bei „Vampyr“ für die altertümliche Schreibweise entschieden. Hier gilt klassisch: „Kann man machen – muss man nicht!“ P.C. Cast war bereits vor der Serie sehr erfolgreich als Autorin tätig. Schon immer widmete sie sich den übersinnlichen Themen und versetzte diese mit dem allseits gefälligen Motiv der Liebe. Ihre Agentin unterbreitete ihr den Vorschlag, den Trend der Vampirgeschichten aufzugreifen und inspiriert von ihrer Tätigkeit als Lehrerin in einer Privatschule, entschied sie sich dazu, die Handlung in eine Internatskulisse einzubetten. Mit ihrer schriftstellerischen Erfahrung ist sie für das Gerüst der Bücher verantwortlich. Sie baut die Geschichten auf, entwickelt Charaktere und kümmert sich außerdem um alle rechtlichen Belange mit dem Verlag. Ihre Tochter liest das Manuskript mehrfach quer und sorgt dafür, dass die Sprache der jugendlichen Hauptakteure zeitgemäß ausfällt. Dementsprechend umgangssprachlich fallen die Bücher auch aus. Zwischen den Gefühlswelten von Harry Potter, Twilight und X-Men kreieren die Beiden eine spannende Geschichte rund um Zoey Redbird, die mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet, zwischen Überlebenskampf und Liebeswille den Jungvampir in sich entdeckt.

Zum Inhalt:

Nachdem Zoey sich in der Zwischenzeit auf der Island of Skye von ihren bisherigen Schlachten erholen konnte, kehrt sie zurück ins Vampir-Internat. Neferet, die in vorangegangenen Teilen als größte Gegenspielerin Zoeys in ihre Schranken verwiesen wurde und sich in Folge dessen einem Prozess stellen musste, ist wieder als Hohe Priesterin und mit noch größeren Kräften in die Schule zurück gekehrt. Hier plant sie die ultimative Rache. Hilfe kann Zoey im Moment nur von ihrem Beschützer Stark erwarten, doch selbst seine Loyalität beginnt zu bröckeln. Alle anderen Verbündeten sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, die nicht minder schwer wiegen. Abermals gerät Zoeys Welt ins Wanken und die gerade genossene Erholung verfliegt im Sturm der Ereignisse.

Fazit:

Den alles unterscheidenden Faktor sucht der Leser vergeblich. Bei „House of Night“ handelt es sich um ein großes Sammelsurium populärer Fantasy-Themen. Das wirkt in erster Linie nicht sehr kreativ, aber die Casts verstehen es, diese unzähligen Einflüsse zu einer eigenen Geschichte zu arrangieren, die den Leser fesselt. Insgesamt scheint das Konzept der Bücherreihe eher auf ein jugendliches Publikum abzuzielen, denn Sprache und Inhalt wirken weniger anspruchsvoll ausgearbeitet als vergleichbare Veröffentlichungen. Doch gute Bücher schreibt das Duo allemal – der Erfolg gibt ihnen Recht.

 

 

 


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter