Buchtipp: Nelson Mandela – Der lange Weg zur Freiheit

Mandela - Der lange Weg zur FreiheitVor gut zwei Wochen erregte eine Nachricht große internationale Besorgnis. Nelson Mandela, Sinnbild für das menschliche Streben nach Freiheit, wurde mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus von Pretoria eingewiesen. Nun ist das bei einem 94-Jährigen genau genommen kein Einzelfall, jedoch einer, auf den die Weltöffentlichkeit das Augenmerk richtet. Der frühere Präsident Südafrikas, der neben Martin Luther King als wichtigster Vertreter für den Kampf gegen die Unterdrückung von Schwarzen gilt, hat sein Land dazu gebracht, die Apartheid zu überwinden. Mandela ist es zu verdanken, dass Südafrika heute als eines der meistentwickelten Länder des Kontinents gilt. Der Friedensnobelpreisträger wird wie ein Prophet verehrt, nur die wenigsten können sich vorstellen, dass er irgendwann einmal diese Welt verlassen muss. Mandela weiß am besten, dass dieser Tag kommen wird. Doch er hat der Welt nicht zuletzt wegen seiner Schrift „Der lange Weg zur Freiheit“ mehr als genügend Botschaften hinterlassen, ihr seinen Stempel wahrlich aufgedrückt.

Ein politisches Buch eines politischen Menschen

Mit autobiografischen Werken verbinden wir stets persönliche Bekenntnisse. Diese sollen uns Eigenschaften verraten, die wir über die beschriebene Person bisher nicht wussten. Genau darin liegt die Würze einer Biografie. In den meisten Fällen sind das besondere Charakteristika oder aber Beziehungsgeflechte zu Mitmenschen. Im Fall von Nelson Mandela ist das aber gar nicht so entscheidend und dennoch ist das Buch mehr als interessant. Zu erklären ist dies mit der großen politischen Brisanz. Wer erwartet, hier mehr über den Ehemann Mandela oder Freund Mandela in Erfahrung zu bringen, wird nur schemenhaft mit Infos versorgt. Wichtiger sind seine Darstellungen des politischen Kampfes. Jene Stellen wie zu Beginn des Werkes, wo er seine Herkunft aus dem kleinen Dorf Mvezo beschreibt, dienen weniger dazu, Mandela vorzustellen als vielmehr die Lebensgeschichte eines typischen Schwarzafrikaner.

Ein Unruhestifter in jeglicher Hinsicht

Genau darum geht es im Kern der elf Kapitel. Mandela erhält von seinem Vater den Namen Rolihlahla, der Unruhestifter. Später, lange nach dem Tod des einstigen Stammeshäuptlings, der mit vier Frauen 13 Kinder zeugte, sollte sich zeigen, wie zutreffend diese Bezeichnung gewählt wurde. Bis zu seiner heutigen Wertschätzung durchläuft er viele Episoden – Beschneidung, geplante Zwangsverheiratung, aber auch die zunehmende Konfrontation mit Elementen der Moderne. Geprägt durch Studium und die intensive Beschäftigung mit politischer Lektüre engagiert er sich mehr und mehr für die Lage der Menschen und tritt an vorderster Front für ihre Rechte ein. Weder die heftige Gegenwehr noch Gefängnisaufenthalte konnten Mandela letztlich mürbe machen. Ganz gleich, was noch kommt – es ist ihm Zeit seines Lebens gelungen, die Welt ein großes Stück besser zu machen.


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  1. […] Weitere Informationen zu Nelson Mandela und dem Nelson Mandela Day 2013 finden sich ab sofort im Online Shop von buecher.de und im dazugehörigen Blog. […]

    15.07.2013
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