Buchtipp: Monika Peetz – Sieben Tage ohne

Monika PeetzWas braucht es, um eine erfolgreiche Romanautorin zu werden? Mitunter etwas Glück, Inspiration und Ausdauer. Menschen mit einem größeren Sicherheitsbedürfnis und Lust auf eine fundierte Ausbildung absolvieren ein Studium in den Fächern Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Philosophie. Das macht zwar noch lange keinen Bestseller, aber mit etwas Glück und dem gewissen Etwas ist auch das nicht ausgeschlossen. Bestes Beispiel hierfür ist die wunderbare Monika Peetz und ihr Debutroman „Die Dienstagsfrauen“, der mittlerweile über 700.000 Mal verkauft, in zwölf Sprachen übersetzt und zum krönenden Abschluss verfilmt wurde. Das Chaos der ungleichen Chaosfreundinnen geht in die zweite Runde: „Sieben Tage ohne“ ist die Geschichte einer einwöchigen Geduldsprobe ohne Essen, mit viel Stress. Das könnte unappetitlich enden…

Entspannt verspannt

Die fünf Frauen, die vor fünfzehn Jahren nach einem Französischkurs ein ebenso französisches Lokal mit ihrer Euphorie überfielen, sind seitdem die gern gesehene, wöchentliche Stammtischbesetzung. Ganz im Stile von „Sex and the City“ treffen hier Charaktere aufeinander, die das Leben in einem Moment des schlechten Scherzes zusammengeführt hatte. Strafverteidigerin, Chaosbraut, Hausfrau,  Apothekergemahlin, Dramaqueen: Wären sie zwanzig, wären sie die perfekte Girl-Group-Besetzung! Jetzt, alle um die vierzig Jahre alt, sind sie die Dienstagsfrauen, die sieben Tage im Burghotel Achenkirch absteigen. Mit anfänglicher Motivation zum Fasten, Entschlacken, der Entsagung moderner Kommunikationsmittel und zum Entspannen merken die Damen recht schnell, dass nicht nur die Silhouette, sondern auch die Haut merklich dünner wird. Gereizt und mürbe vom Hunger beginnt ein Kleinkrieg der Nerven, der in Evas frisch entdeckten Familiengeheimnissen seinen Höhepunkt findet.

Kunst kommt von Können

Monika Peetz weiß, wie man eine gute Geschichte schreibt: Gutes, verständliches Deutsch, eine Handlung, in der man sich leicht wiedererkennt und jeweils eine gehäufte Schippe Dramatik und Witz sind ihr Erfolgsrezept. Ihre früheren Anstellungen beim Bayerischen Rundfunk, im Verlagswesen und in der Werbung waren die ultimative Schule für ihre anhaltende Karriere als Autorin. Ihre Drehbücher fanden sofort reißenden Absatz und auch ihre Romane folgen diesem guten Beispiel. Weitere haarsträubende Abenteuer der sympathischen Terrortruppe werden sich also anschließen, wenn auch „Sieben Tage ohne“ ähnlich große Erfolge feiert wie der Vorgänger.


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