Buchtipp: Michael Robotham – Der Insider

Thriller leben von ihren Protagonisten und den Stories, in welche diese eingebettet werden. Markant sollte der Hauptcharakter sein, mit Mut ausgestattet und jemand, mit dem man sich identifizieren kann aber dennoch nicht immer alle Verhaltensweisen nachvollzieht. Bei Thriller-Autor Michael Robotham bekommen wir mit Ex-Detective Vincent Ruiz so eine Person, mit dem Psychologen Joe O´Loughlin genau genommen gleich noch eine zweite. War die Veröffentlichung des sechsten Bandes der beiden auf dem deutschen Markt zunächst noch fraglich, hat sich das Werk mittlerweile durchsetzen können. Dass dies zu Recht geschehen ist, selbst wenn sich „Der Insider“ sehr gewagt an politische Themen heranpirscht,  resultiert aus der wirklichen Tiefe, die der Autor in sein Werk gesteckt hat.

Ruiz wirkt zu Beginn der Geschichte ein wenig naiv. Der männliche Beschützerinstinkt und auch seine oberflächliche Sicht auf die hübsche Holly bringen ihn dazu, sich in arge Schwierigkeiten zu befördern. Nachdem er sieht, wie sie in einer Londoner Bar von ihrem Freund gewalttätig bedroht wird, schreitet er ein und gewährt ihr, wohl nicht ganz uneigennützig, für eine Nacht Unterschlupf. Obwohl er dies tut, ist sie samt einigen Habseligkeiten am nächsten Morgen aus der Wohnung verschwunden. Ruiz begibt sich auf die Suche und erfährt vom brutalen Mord an Hollys Freund. Gleichzeitig überfällt jemand in Bagdad Banken, wodurch auch wichtige Gelder für die Wiederaufbauhilfe verloren gehen. Journalist Terracini hakt nach und gelangt auf Umwegen nach London, direkt zu Ruiz.


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