Buchtipp: Meike Winnemuth – Das große Los

Winnemuth - Das große LosImmer, wenn Showmaster Günther Jauch zur abendlichen prime Time Kandidaten empfängt und ihnen Fragen stellt, die ihnen bei der richtigen Beantwortung Träume erfüllen können, sitzen Millionen Zuschauer zuhause vor der Flimmerkiste. Erst vor kurzem hat es ein Pokerspieler bis zu Frage 15 geschafft und anschließend die Million abgesahnt. Ganz so viel war es am 11. Oktober 2010 nicht, Kandidatin Meike Winnemuth dürfte aber auch mit der halben Million Preisgeld sehr zufrieden gewesen sein. In der Tat war sie das, gab ihr der Gewinn doch endlich die Chance, sich einen langersehnten Traum zu erfüllen. Kaum gewonnen, setzte sich die freie Journalistin in ein Flugzeug, um die Welt zu erkunden und glücklich zu sein. „Das große Los“ eröffnete ihr völlig neue Möglichkeiten.

Zwölf Städte in zwölf Monaten

Schon zum Jahreswechsel desselben Jahres befindet sie sich in Istanbul, in den folgenden Monaten wird sie elf weitere Städte in der Welt besuchen. Diese verteilen sich auf alle Kontinente. Winnemuth residiert in Sydney und Mumbai, In Kopenhagen und Addis Abeba, in San Francisco und auf Hawaii. Dabei geht es ihr aber keinesfalls darum, nur die Welt zu erkunden und einfach Urlaub zu machen. Nein, die Autorin möchte einfach heraus aus ihrem deutschen Alltag und die verschiedenen Kulturen kennenlernen. Dabei geht es nicht darum, jede Nacht im Bett eines Luxushotels zu schlafen, wenngleich der Gewinn es möglich machen würde.

Selbstfindung als Hauptgewinn

Stattdessen darf es auch einmal eine Lehmhütte in Äthiopien sein. Am Ende der einzelnen Kapitel berichtet sie darüber, welche zehn Dinge ihr von der Stadt am stärksten in der Erinnerung bleiben. So wird das Werk zu einer detaillierten Reiseerfahrung. Authentisch ist das auch, weil sie unter anderem an Jonas schreibt, eben jenen jungen Mann, der ihr als Publikumsjoker bei der Frage für 500.000 € behilflich war und dafür 12.500 € geschenkt bekam. Verschwenderisch ist Winnemuth auf keinen Fall, eine fünfstellige Summe hat sie diese besondere Lebenserfahrung gekostet, der Wert jedoch ist letztlich unbezahlbar.


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