Buchtipp: Maggie Stiefvater – In deinen Augen

Maggie Stiefvater - Ín deinen AugenDass sich Menschen ganz gerne einmal in Tiere oder unmenschliche Wesen verwandeln, hat schon des Öfteren die Grundlage für gute Literatur geliefert. Nehme man Superhelden wie den unglaublichen Hulk oder auch die historischen Märchen wie „Der Froschkönig“, erkennen wir dieses Motiv in vielen Facetten. Auch die Verwandlung in einen Werwolf hat für viele Literaten einen Aufhänger geboten. Die US-amerikanische Autorin Maggie Stiefvater hat daraus eine ganze Reihe gemacht. Im Wald um das überschaubare Mercy Falls lebt der Junge Sam, dessen Abenteuer auf deutsch 2010 erstmals gelesen werden konnten. „In deinen Augen – Grace und Sam Band 3“ ist nun bereits der dritte Teil der Reihe, der wie die Vorgänger ein absolutes Lesevergnügen bietet.

Verdrehte Perspektiven

Eigentlich zielte der erste Teil der Trilogie bereits auf ein versöhnliches Ende hin. Sam wurde von der aufopferungsvollen Liebe von Grace gerettet und durfte fortan seine menschliche Hülle genießen. Im zweiten Teil jedoch wurde das Glück der Beiden auf eine weitere harte Probe gestellt, war es doch dieses Mal Grace, die jene Last des Doppellebens zu tragen hatte. Im letzten Band der dreiteiligen Reihe nun erwartet Sam die Rückkehr seiner großen Liebe aus dem Wald. Diese gestaltet sich anfangs schwerer als gedacht, irgendwie verpassen sich beide. Als man dann in Mercy Falls ein von Wölfen getötetes Mädchen findet, beginnt ein weiteres Szenario, das nicht nur die Liebe der zwei Hauptakteure auf den Prüfstand stellt.

Brillant erzählt und bis zum Schluss bewegend

Im Dorf hat man sich bereits dazu entschlossen, nun endgültig dafür zu sorgen, dass kein Wolf mehr zur Gefahr werden kann. Dafür sollen diese bis auf das letzte Tier ausgerottet werden. Sam ahnt, in welch großer Gefahr sich Grace und seine Familie befinden und tüftelt fortan an einem Plan, der ihr Überleben sicherstellt. Sein Ziel ist eine Umsiedlung. Ob diese Rechnung aufgeht, wird sich zeigen. Stiefvater hält von der ersten Seite an weiter an ihrer emotionalen Erzählweise fest und schafft es so, die Leser bei Laune zu halten. Da die Trilogie nach den knapp 500 Seiten endet, muss etwas Entscheidendes passieren. Ob es am Ende gut ausgeht oder nicht, weiß man erst, wenn man das Werk bis zur letzten Seite gelesen hat.


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