Buchtipp: Lara Adrian – Erwählte der Ewigkeit

Die Erwartungen, die man als Leser an den Schluss einer langen Buchreihe knüpft, sind im Regelfall enorm hoch angesiedelt. So ist es nicht verwunderlich, dass die dazugehörigen Autoren hier noch einmal ihrer ganzen Virtuosität Freiraum lassen müssen. Einige ihrer Fans möchten vor allem den Schluss in einer ganz besonderen Erinnerung behalten, hat man die Reihe doch über Jahre hinweg begleitet. Lara Adrian, die ansonsten auf den bürgerlichen Namen Tina St. John hört, begann vor gut fünf Jahren ihren Epos der Midnight-Breed-Serie, welcher mit „Geliebte der Nacht“ furios in Gang kam. Nun im Jahr 2012 soll die Saga mit dem zehnten Band „Erwählte der Ewigkeit“ ein Ende finden, das zugleich aber auch einen Ausblick auf die Nachfolgegeneration hinterlässt.

Eine Vampirsaga, die nicht enden will

Insofern scheint das Schicksal des Vampirordens mit diesem Teil noch lange kein Ende zu nehmen, wenngleich sie vom finsteren Dragos einmal mehr auf das Übelste bedroht werden. Die Szenerie schließt direkt an den letzten Teil „Gejagte der Dämmerung“ an. Dieser entließ uns mit dem aufopferungsvollen Dienst von Sterling, der sich selbst dafür hergab, um die Gemeinschaft zu schützen. Er soll einen Senator ermordet haben. Typisch für Adrian ist, dass sich in der Folge gleich noch eine Liebesgeschichte zu der Augenzeugin Tavia ergibt. Diese wiederum trägt auch ein tiefverborgenes Geheimnis in sich, welches für den Verlauf des Werkes noch von Bedeutung werden soll.

Abschluss oder nicht – Gelungen ist es allemal

Da Adrian selbst schon einen elften und zwölften Band angekündigt hat und die Protagonisten im Werk fleißig an einer jungen Folgegeneration für den Orden werkeln, scheint die Reihe noch nicht komplett zu enden. Klar ist aber, dass es einen Umschwung gibt. Nicht umsonst hätte die Autorin sämtliche Protagonisten der einzelnen Bände hier versammelt. Ein wenig verwirrend kommt die Tatsache herüber, dass Adrian mit dem Leser spielt und ihn in einen Einblick in die Gedanken jedes einzelnen Charakters, selbst denjenigen von Dragos, ermöglicht. Im Gesamten kann der zehnte und vorerst letzte Band der Midnight Breed überzeugen, unterhalten kann er allemal.


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