Buchtipp: Karin Slaughter – Belladonna

Karin Slaughter - BelladonnaKarin Slaughter hat sich im letzten Jahrzehnt wirklich zu einer sehr erfolgreichen Thrillerautorin gemausert. Mittlerweile ist sie mit ihren Zeilen eine ernstzunehmende Konkurrenz, selbst für die hartgesonnenen Herren des Genres. Während die englische Version des neuen Werkes „Criminal“ bereits in den Startlöchern steht, müssen wir noch ein wenig auf die deutsche Übersetzung warten. Bis dahin jedoch schadet es nicht, mal auf ihre Anfänge zu blicken und mit „Belladonna“ denjenigen Teil zu betrachten, mit welchem die große Karriere der Autorin und ihres Pärchens Linton&Tolliver einst ins Rollen kamen.

Alles, was ein guter Krimi braucht

Allein der Name der Autorin scheint schon kein Zufall zu sein, steht sie doch als der „Schlächter“ sinnbildlich für ihre blutig beschriebenen Werke. Diese spielen innerhalb der Grant-County-Reihe in der US-amerikanischen Kleinstadt Heartsdale und liefern so gleich einmal die richtige Szenerie, um einen echt guten Kriminalfall zu platzieren. Ebenfalls nicht gerade hinderlich ist der Staus der beiden Hauptakteure. Sara Linton, ihrerseits Kinderärztin und gleichzeitig Gerichtsmedizinerin des Ortes, auf der einen Seite, ihr Ex-Mann Jeffrey Tolliver als Polizist auf der anderen. Dass die beiden einmal verheiratet waren, sorgt für einige Anekdoten zwischen den brutalen Morden und Straftaten, die Slaughter ihren Lesern ganz gerne in großer Anzahl unter die Nase reibt.

Nichts für schwache Nerven

Man mag es kaum glauben, aber in peinlich genauer Darstellung beschreibt sie fast jede Einzelheit der Vergewaltigungen und anschließenden Misshandlungen. Alles beginnt mit dem Fund der blinden Lehrerin Sybil, die mit zwei Schlitzen im Bauch auf einer Restauranttoilette entdeckt wird. Nachdem sie ihren schweren Verletzungen erliegt, erfährt Linton von der vorherigen Vergewaltigung. Die Ermittlungen haben noch gar nicht richtig begonnen, da gibt es schon das zweite Opfer, dem es keinen Deut besser erging. Irgendwie scheint sich keiner einen Reim auf die Taten machen zu können. Nur Sara, die nicht ganz überraschend von einer Sache aus der Vergangenheit zurück auf den Boden der Tatsachen geholt wird, hat da so eine Ahnung.


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