Buchtipp – Karen Rose „Todesstoß“

Ich bin anfangs immer ein wenig kritisch gegenüber Thrillerautoren, die ich nicht kenne, weil vieles schon einmal in ähnlicher Form woanders zu lesen war. Karen Rose habe ich dann aber irgendwann einmal probiert, obwohl ich sie noch nicht kannte und ehrlich gesagt war „Das Lächeln deines Mörders“ gar nicht schlecht, vor allem wegen dem sehr eindrucksvoll konzipierten Special Agent Steven Thatcher. Nachdem ich dann in den letzten Jahren noch zwei weitere Werke von Rose zu lesen begann, bestätigte sich das schriftstellerische Talent. Trotzdem ließ ich die neue Verbindung ein wenig schleifen, es gibt ja auch noch andere Thrillerautoren und -autorinnen. 2011 bin ich zu Rose zurückgekehrt und schon nach wenigen Seiten hatte Karen Rose für mich mit „Todesstoß“ den alten Bestsellerstatus zurückgewonnen.

Man könnte meinen, dass, wenn ein Mensch eine schlimme Phase durchlaufen hat, er aus dem gröbsten Übel heraus ist, aber wer das annimmt, wird häufiger getäuscht als bestätigt. Eve ist wirklich durch die Hölle gegangen, als sie gerade so einem fürchterlichen Mordanschlag von der Schippe sprang. Sie hat versucht, das zu verarbeiten, Psychologie studiert und sich dort sehr engagiert in die Forschung mit eingebracht, vermutlich auch aus eigenem Interesse, um die vergangenen Geschehnisse zu verarbeiten. Als in einem ihrer Projekte die Kandidatinnen der Reihe nach auf grausame Art sterben, scheint die Vergangenheit sie einzuholen. Ist der Psychopath, der Eve das einst antat, zurückgekehrt, um sein Werk zu vollenden? Wenn ja, hat Eve dieses Mal einen Joker in der Hinterhand, denn Detective Noah Webster wird alles tun, um Eve zurück ins Paradies zu führen und den neuen Rose-Thriller mit seinem Charisma zum eindrucksvollen Bestseller zu machen.


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