Buchtipp: Jussi Adler-Olsen – Verachtung

Jussi Adler-Olsen VerachtungWie lange haben wir auf eine Fortsetzung von einem der größten Thrillerautoren unserer Zeit warten müssen? Es ist mehr als ein Jahr her, seit wir Jussi Adler-Olsens Krimireihe um den raffinierten Kommissar Carl Mørck vom Sonderdezernat Q das letzte Mal unter die Augen bekommen haben. Nun brilliert der Däne mit seinem vierten Band, der auf insgesamt zehn Exemplare ausgerichteten Serie. Dabei zeigt er einmal mehr, wie brutal Verbrechen im kühlen Nordeuropa doch sein können. Am 24.08 erscheinenden „Verachtung / Carl Mørck, Sonderdezernat Q Bd.4“ steht das Geschehen unter dem Stern einer alten Polizeiakte, die besser nie hätte geöffnet werden sollen.

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart erreicht

Rache ist süß, sie kann aber auch richtig beängstigend werden. Diesen Tonus hat sich Adler-Olsen einmal mehr zu Herzen genommen. Beim Sonderdezernat stößt man auf Unterlagen aus dem Jahr 1987, in welchen man eine Reihe von vermissten Personen findet. Diese sind seitdem nicht mehr aufgetaucht. Sie alle sind durch eine Person beziehungsweise ihr Schicksal eng miteinander verbunden und so gelingt es Carl Mørck relativ schnell zumindest einen ersten Hinweis auf die verübten Verbrechen herauszufiltern. Unklar jedoch bleiben die genauen Abläufe. Vor vielen Jahren wurde eine Frau misshandelt und gedemütigt, auf eine Insel für ausgestoßene Frauen verfrachtet. Als sie und ihr Ehemann auf einem Empfang mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden, trennt sich dieser wutentbrannt von ihr und stirbt noch in der selben Nacht bei einem Autounfall.

Einzigartig, unnachahmlich, Carl Mørck

Die Ermittlungen beginnen mit der als vermisst gemeldeten Rita Nielsen. Seit ihrem Verschwinden im September 1987 sind noch fünf weitere Personen auf unerklärliche Weise spurlos von Erdboden verschwunden. Das Sonderdezernat Q um Carl Mørck und seine Assistenten Rose und Assad übernehmen den Fall und beweisen schnell das richtige Gespür. Der Hauptprotagonist kombiniert erneut auf ganz hohem Niveau und verleiht seinem Erfinder so einen weiteren Bestseller, der den Gruselfaktor der vergangenen Episoden noch um einiges mehrt. Wenngleich das Ende noch die ein oder andere unerwartete Überraschung bereithält, reiht sich „Verachtung“ vollständig in die bisher erschienenen Fälle ein. Fans des dänischen Autors können sich auch schon auf das kommende Jahr freuen, steht mit „Das Washington Dekret“ doch bereits sein nächster Thriller in den Startlöchern.

 

 


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