Buchtipp: Jussi Adler-Olsen – Das Washington-Dekret

Adler-Olsen - Das Washington-DekretEndlich ist es soweit. Ein neues Werk vom dänischen Kultautor Jussi Adler-Olsen darf durchgeblättert werden. Dabei kommt man definitiv voll auf seine Kosten, vor allem, weil der Autor sich zur Abwechslung mal wieder an einem Thema versucht, in dessen Gebiet er gar nicht einmal so bewandert ist. Seine Kriminalgeschichten um den Kommissar Carl Mørck vom Sonderdezernat Q, der Spezialeinheit für die ganz besonderen Fälle, avancierten allesamt zum Bestseller. Nun legt der Sohn eines Psychiaters mal kein krankes Verbrechensszenario in Skandinavien vor, sondern probiert es mit einer Verschwörungstheorie im mächtigsten Land des Erdballs. „Das Washington-Dekret“ ist die Reaktion eines Präsidenten, der einen gewaltigen Schicksalsschlag hinnehmen muss.

Ein Präsident zeigt Reaktion

Bruce Jansen bekleidet das Amt des amerikanischen Präsidenten noch gar nicht lang, da werden seine Frau und ihr gemeinsames, noch ungeborenes Kind bei einem Terroranschlag aus dem Leben gerissen. Auch seine erste Gattin verlor der egozentrische und zugleich sehr lebenserfahrene Jansen. Es passt zu seinem Charakter, dass er weder sein Amt niederlegt, noch in tiefe Depressionen verfällt, was für den Beobachter als vollkommen normal erscheinen würde. Ganz im Gegenteil – Bruce Jansen reagiert und er macht es auf eine resolute Art und Weise, die Folgen für die gesamte Bevölkerung hat. Mit dem von ihm geschaffenen „Washington-Dekret“ verschärft er die Waffengesetze, verbietet Trash-TV und legitimiert das Abhören der Telefongespräche aller US-Amerikaner.

Eine junge Frau kämpft für die Gerechtigkeit

Noch mehr als alle anderen davon betroffen ist die junge Doggie Rogers. Ihr Vater wird für den Vorfall vor Gericht gezehrt, ihm winkt eine Anklage wegen Mord. Doggie versucht alles, um ihrer Überzeugung nach dem wahren Komplott auf die Spur zu kommen. Da sie sich als Gegner das Regierungsgebilde ausgesucht hat, verläuft ihr Unterfangen in einem vergleichbaren Ausmaß wie das von Mister Will Smith in „Der Staatsfeind Nr. 1“. Sie verliert zahlreiche Kontakte, weil sich Freunde und Angehörige von ihr abwenden. Allein ihr eiserner Wille kann ihren Vater vor der ungerechten Strafe bewahren, allein ihr Mut den USA den Status quo zurückbringen und damit den Ausnahmezustand beenden.


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  1. […] Jussi Adler-Olsen an den Leser brachte. Die Bandbreite reicht dabei von guten Thriller wie „Das Washington-Dekret“ und „Das Alphabethaus“ bis zu atemberaubenden Kriminalromanen. Diese drehten sich bisher um […]

    9.09.2013
  2. […] Carl Mørck vom Sonderdezernat Q großen Erfolg gefeiert. Nachdem in diesem Jahr schon „Das Washington-Dekret“ Eindruck hinterließ, baut er nun trotzdem wieder auf seinen Hauptprotagonisten und schenkt […]

    9.09.2013
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