Buchtipp: Judith Lennox – Der italienische Geliebte

Judith LennoxDie dramatische Geschichte zweier Schwestern und einer Engländerin, deren Lebensumstände sie nicht lieben lassen, ist das Grundthema des neuen Romans „Der italienische Geliebte“ von Erfolgsautorin Judith Lennox. Die leidvollen Geschehnisse des zweiten Weltkriegs sind das gern gewählte Thema der Bestseller-Autorin aus England. Diese prägen auch die drei Frauen und ihre Geschichten, die Lennox in ihrer Grausamkeit lediglich andeutet und trotzdem die Tragödie dieser Zeit authentisch darzustellen weiß.

3 Leben ohne Liebesglück

Tessa und Freddie sind nach den Wirrungen eines unsteten Künstlerlebens endlich in einem beruhigten und erfüllten Leben angekommen. Nach dem Tod ihres Vaters haben ihre Mutter und sie in der Familie Zaretti gute Freunde und ein behagliches Zuhause gefunden. Die Tage der Unbeschwertheit finden allerdings ein Ende, als sich die 17jährige Tessa erstmals verliebt. Leider ist ihre Wahl auf Guido Zaretti gefallen, dessen Vater der Freund ihrer Mutter ist. Diese Umstände sind hinderlich für Ruf und Harmonie. Ihre Mutter entscheidet sich dazu, ihre Töchter nach England zu schicken. Von diesem Tag an hört Tessa nichts mehr von Guido und beginnt in London eine erfolgreiche Karriere als Model. Geprägt vom Negativbeispiel ihrer Eltern sagt sie jeglichen festen Beziehungen ab und lebt, dank ihres guten Verdienstes, ein ausschweifendes Leben. Entgegen ihres Plans verliebt sie sich in einen verheirateten Schriftsteller. Die Umstände spitzen sich zu und sie tritt infolgedessen ihre Heimreise nach Italien an. Freddie hingegen findet ihr Auskommen in der fremden Stadt. Zwar ist auch ihr Leben unstetig, doch ihre Ausbildung zur Mechanikerin birgt zuletzt wenigstens eine wirtschaftliche Sicherheit. Doch auch ihr Gefühlsleben wird alles auf die Probe stellen und ihren Werdegang dramatisieren. Rebecca ist die besagte von Eifersucht zerfressende Ehefrau, die ihren Mann direkt in die Arme von Tessa treibt. Dass sie mit ihrem Verhalten Anteil am Scheitern der Ehe trägt, wird ihr nur sehr langsam klar. Da geht ihr Leben aber bereits unaufhaltsam andere Wege.

Großes Kino in Buchform

Die Eindrücke der drei Frauen beleuchten die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die gleichwertig nebeneinander funktionieren. „Der italienische Geliebte“ ist eine Geschichte der Zwischenmenschlichkeit, des familiären Umgangs und der tot geschwiegenen Geheimnisse. Zwischendurch sind da drei Frauen auf der Suche nach Liebe und Anerkennung in Zeiten des Kriegs. Packende und gefühlvolle Momente bitten darum, dass die letzte Seite dieses Buches nicht all zu schnell naht. Dieses Buch hat zweifelsfrei eine Leinwand verdient, die sicher in den kommenden Jahren verwirklicht wird.


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