Buchtipp: Jojo Moyes – Eine Handvoll Worte

Moyes - Eine Handvoll WorteSie ist zurück und hat es rein literarisch betrachtet sogar geschafft, ihren viel umjubelten Bestseller „Ein ganzes halbes Jahr“ noch zu übertrumpfen. Jojo Moyes ist derzeit eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen, die es auf dem Erdball zu finden gibt. Insbesondere, wenn es darum geht, die Leser mit viel Gefühl zu erreichen. Das gelang ihr im letzten Werk mit der herzzerreißenden Geschichte um Lou und den schwerstbehinderten Will. Im neuen Roman „Eine Handvoll Worte“, der von den Fans bereits seit Monaten sehnlichst erwartet wurde, begibt sich die Autorin auf eine Reise in die Vergangenheit und thematisiert dabei auf philosophische Art und Weise das Thema Liebe.

Zeitreise zurück in die Sechziger

Moyes kombiniert in ihrem neuen Liebesroman zwei Handlungsstränge, wobei die unterschiedlichen Zeiten teilweise brillant miteinander verwoben sind. Die Journalistin Ellie befindet sich stets auf der Suche nach einer romantischen Geschichte. In einem Zeitungsarchiv scheint sie eine eben solche gefunden zu haben. Sie stößt auf einen Liebesbrief aus den 1960ern. In diesem bittet ein Mann eine Verheiratete, mit ihm durchzubrennen und ihren Ehegatten zugunsten der Liebe zu verlassen. Im Verlauf des Werkes erfährt der Leser, dass seine Hoffnung keinesfalls auf verschlossene Augen und Ohren traf. Bei der anderen Hauptprotagonistin handelt es sich um Jennifer Stirling, einen Grace-Kelly-Verschnitt, der in einer Zeit vor der sexuellen Befreiung, den Studentenunruhen und den Beatles etwas Unorthodoxes zu tun bereit ist.

Was ist Liebe wert?

In der Tat plant Jennifer ihren Mann Laurence für einen anderen zu verlassen. In den Jahren wächst in ihr die Erkenntnis heran, dass er eben doch nicht ihrem persönlichen Ideal eines Mannes entspricht. Moyes problematisiert dadurch in vielfacher Weise das Thema Liebe, fragt nach falschen Entscheidungen und dem Sinn und Zweck vom Zurückstecken und Kompromisseingehen. Zugleich geht es um die Chance, eine Gelegenheit beim Schopfe zu packen und wie man es später bereut, es eben nicht getan zu haben. Ellie für ihren Teil ist von Beginn an Feuer und Flamme für die zeituntypische Liebesgeschichte und setzt bei ihrer Recherche die einzelnen Teile des Liebespuzzles nach und nach zusammen.


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