Buchtipp: John Grisham – Home Run

Grisham - Home RunBaseball gehört bei uns in Deutschland ganz sicher nicht zu den beliebtesten beziehungsweise bekanntesten Sportarten. Diese heißen hier eher Handball, Biathlon und selbstverständlich König Fußball. In den Vereinigten Staaten von Amerika liegt die Sache etwas anders, zählt Baseball doch dort neben Basketball und Football zu denjenigen Bewegungsspielchen, die schon kleine Jungen bemerkenswert akribisch vollziehen. Sie spielen es später auf dem College und vielleicht auch noch auf der University, wenn sie den ganz großen Schritt in die Profiliga nicht geschafft haben. Diesen vollbracht hat Joe Castle, ein junges Talent der Chicago Cubs, das bei „Home Run“ von John Grisham, eine bewegende Geschichte durchlaufen muss.

Ein Entschuldigung, die lange auf ich warten lässt

Die Geschichte spiegelt im Wesentlichen den amerikanischen Sporttraum eines jeden jungen Talentes wieder. Nach einer scheinbar einfachen Oberschenkelzerrung eines Teamkameraden bekommt Reservist Castle die Chance zu zeigen, was er drauf hat. Er ergreift sie. Binnen kürzester Zeit knackt er sämtliche Rekorde und gewinnt Millionen  Fans. Einer dieser ist der elfjährige Paul, dessen Vater Warren Tracey selbst Baseballprofi ist. Im Aufeinandertreffen seiner New York Mets mit Castles Cubs kommt es durch eine unfaire Aktion von Tracey zu einem Eklat und zum raschen Ende der Karriere von Castle. Dreißig Jahre später liegt Tracey im Sterben und sein Sohn Paul kämpft darum, dass Castle ihm endlich verzeihen kann.

Ein Autor, der weiß, worüber er schreibt

Eigentlich ist John Grisham ja für recht spektakuläre Justizthriller und Kriminalromane bekannt. Dank Werken wie „Die Jury“ oder „Die Firma“ konnte er sich in den betreffenden Genres eine große Fanbase aufbauen. Der studierte Strafverteidiger verstand es einfach aufgrund seiner Arbeit die Inhalte perfekt zu vermitteln. Gleiches gilt nun auch bei dem Roman, der thematisch ganz woanders anzusiedeln ist. Grisham jedoch ist mit Baseball aufgewachsen und hat bereits für den Baseball-Film „Mickey“ das Drehbuch geschrieben. Da er sich der minderen Wertschätzung andere Länder für diese Sportart durchaus bewusst ist, findet sich im Anhang von „Home Run“ gleich noch ein 25-seitiges Exposé, dass auch dem Laien das Spiel verständlich macht.

Von dieser Stelle aus wünscht Ihnen der buecher.de-Blog ein besinnliches Osterfest.


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