Buchtipp: Heather Graham – Rabentot

Die Strapazen der Genevieve O’Brien nehmen einfach kein Ende. Ihre tote Freundin ist begraben, ihre wochenlange Entführung scheint verdaut und schon befindet sich die Hauptakteurin des neuen Werks von Heather Graham in einem noch rätselhafteren Abenteuer. Die Erzählungen des Altmeisters der Horrorgeschichten Edgar Allen Poe dienen als Inspiration für die New Yorker Morde. Scheinbar hat es jemand auf die Mitglieder der Poe-Gesellschaft abgesehen. Zur logischen Analyse des Sachverhalts gesellt sich Beistand aus der Geisterwelt. „Rabentot“ ist ein übersinnlicher Spannungsroman in bewährt guter Manier der Heather Graham.

Zum Inhalt:

„Sprach der Rabe: Stirb!“ lautet der metaphorische Beipackzettel zur Leiche des wohlhabenden Geschäftsmannes Thorne Bigelow, der vergiftet in seinem Arbeitszimmer gefunden wird. Dieser Hinweis stellt einen Zusammenhang mit der Poe-Gesellschaft her, die auch „Raben“ genannt werden. Genevieves Mutter ist ein Mitglied dieser Vereinigung und engagiert aus Angst um sie den Privatdetektiv Joe Connolly. Im Zuge der Aufregung ignoriert sie ihr Interesse für den smarten Ermittler eine ganze Weile. Dieser fahndet zusammen mit der Polizei nach bestem Ermessen und findet viele potenzielle Opfer und auch Mörder in der Umgebung der Raben. Kurios wird es aber erst so richtig, als Connolly plötzlich Botschaften in seinen Träumen empfängt, die ihn auf eine heiße Spur bringen.

Meisterhaft verwischt Heather Graham die uns auferlegten Grenzen von Krimi und Thriller. Zudem versetzt sie den Realismus einer Polizeiermittlung mit einem jenseitigen Einfluss. Der Einstieg in den Roman fällt leicht, obwohl die Geschichte um Genevieve bereits in einem Vorgängerbuch eingeleitet wurde. Die Zusammenhänge erklären sich im Verlauf und schaffen dann freie Sicht auf fein ausgearbeitete Charaktere.

Grahams Rezept zum Erfolg

Heather Grahams Werk fasst bis heute über 100 Veröffentlichungen, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. Seit ihrer Schwangerschaft schreibt sie, wenngleich die ersten Versuche wie so oft abgelehnt wurden. Mit ihrem tatsächlichen Debütroman im Jahre 1982 brachte sie einen Stein ins Rollen, der nicht mehr aufzuhalten scheint. Die Bestsellerliste ist ihr Zuhause und Preise sammelt sie wie Pilze. Thematisch orientiert sie sich immer in Bereiche der Romantik, der Spannung und des Übersinnlichen. Ein wahres Erfolgsrezept.


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