Unser Buchtipp: Die Geschichte der Bienen

Als die norwegische Schriftstellerin Maja Lunde einen Dokumentarfilm über „Colony Collapse Disorder“ (meist abgekürzt als CCD) entdeckt, macht sie das Bienensterben zum Thema ihres Romans „Die Geschichte der Bienen“. Bald wird es zum Kollaps kommen, denn es droht eine Zukunft ohne Bienen. In diesem Zusammenhang setzt sich die Norwegerin mit einem äußerst heiklen Thema auseinander, welches heutzutage mit großer Besorgnis weltweit verfolgt wird. In ihrer Heimat ist die Norwegerin hauptsächlich als Autorin von Kinder- und Jugendromanen wie auch als Verfasserin diverser Drehbücher populär. Nun ist ihr Debütroman für Erwachsene „Die Geschichte der Bienen“ erschienen, der bereits weltweit für absolute Furore sorgte. Auch in Deutschland ist der packende Roman kurz nach seinem Erscheinen in die Bestsellerliste gestiegen. Zudem wurde Lundes Geschichte der Bienen mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Die Geschichte der Bienen – Drei Schicksale, drei Epochen

Die Geschichte der Bienen“ verfolgt drei Lebensgeschichten, die über Jahrhunderte verteilt  und doch über Raum und Zeit durch ein Thema verbunden sind, nämlich das Thema der Bienen. Dieses bestimmt auch das Leben der drei Protagonisten. Der Roman der norwegischen Autorin beginnt mit einer Geschichte, die sich in China im Jahr 2098 entwickelt. Die düstere Zukunftsprognose ist nun zur Realität geworden: Es gibt keine Bienen mehr. So muss eine große Anzahl von Menschen jährlich alle Blüten per Hand bestäuben. Hier lernt der Leser auch die Arbeiterin Tao kennen, die sich ein besseres Leben für ihren kleinen Sohn Wei-Wen wünscht. Als er plötzlich unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht nicht nur Wei-Wens Leben in Frage, sondern auch die Zukunft der Menschheit. Ferner wird der Leser in einer andere Zeitepoche versetzt.

9783442756841_A28659357_CBILDEngland, im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William steckt in der Krise seines Lebens. Der achtfache Vater verlässt sein Bett nicht und fühlt sich gescheitert. William versucht immer wieder die Anerkennung seines Mentors Rahm zu erlangen, aber dieser wendet sich von ihm ab. Doch dann kommt der erfahrene Wissenschaftler dank der Unterstützung seiner klügsten Tochter Charlotte auf eine geniale Idee. So arbeitet er an der Entwicklung eines völlig neuartigen Bienenstocks. Parallel dazu erzählt Lundes eine dritte Geschichte.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Jedoch muss er mit ansehen, wie die Bienen nach und nach verschwinden. Bald soll Georges Sohn Tom den Hof übernehmen. Der junge Student verfolgt aber seine eigenen Ziele und träumt von einer erfolgreichen Journalistenkarriere. Wie die Schicksale von drei Personen und deren Familien über die Jahrhunderte miteinander verbunden sind,  erfahrt ihr in Lundes hochaktueller Geschichte der Bienen.

Die Geschichte der Bienen – eine wichtige Botschaft

Die norwegische Bestseller-Autorin Maja Lunde beschäftigt den Leser in ihrem Familienroman mit dem akuten Thema des Bienensterbens und dessen Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Wie gehen die Menschen mit der Natur um? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Diese sind die zentralen Fragen, mit welcher sich die norwegische Schriftstellerin in ihrer Dystopie  tiefgründig und faszinierend befasst. Drei Lebensgeschichten, drei unterschiedliche Handlungsstränge (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und drei Schicksale verbindet Maja Lunde in ihrem fesselnden Debütroman durch die Bienen. Ein hervorragendes Buch, welches aktuelle existenzielle Ängste unserer Menschheit aufgreift. „Die Geschichte der Bienen“ bringt die Leser zum Nachdenken. Ein absolut lesenswertes Buch!


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