Buchtipp: Der Friedhof in Prag von Umberto Eco

Einige Autoren schaffen es mit aktuellen Themen für Aufsehen zu sorgen, sie sprechen eben Dinge an, die momentan die Menschen interessieren. Deshalb werden ihre Werke gekauft und sie erlangen Bestsellerstatus. Andere wiederum bestechen mit historischen Romanen wie Umberto Eco, der mit seinem Welterfolg „Der Name der Rose“ für alle Ewigkeiten sein Denkmal in die Kulturgeschichte gemeißelt hat. Unvergesslich ist die Verfilmung mit Hollywoodstar Sean Connery, welcher auf beeindruckende Art und Weise eine Mordserie aufzuklären versucht. Auch im heutigen Buchtipp, einer weiteren historischen Meistergeschichte aus der Feder Ecos, geht es um ein Mysterium mit tiefreichender Bedeutung.

Zwar geht „Der Friedhof in Prag“ nicht bis zur Zeit des Satansglaubens und der Hexenfurcht zurück, historisch gesehen spiegelt dieses dunkle Geheimnis aber keine weniger große Gefahr für die Menschheit wider. Alles dreht sich um den gebürtigen Italiener Simon Simonini, der in Paris auf die Schliche gefährlicher Machenschaften stößt. Es ist das 19. Jahrhundert, in welchem Mönche, Freimaurer und Verschwörer die französische Hauptstadt durchziehen. Unbekannte Leichen treiben in den Abwässern und ein Abt stirbt, obwohl er bereits tot war. Das Schlimmste jedoch sind Dokumente, die ein jüdischer Hauptmann an die Geheimdienste der Welt verkauft. Sie beschreiben detailliert ein geplantes Attentat und nichts Geringeres als eine jüdische Weltverschwörung.


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