Buchtipp: David Baldacci – Das Glück eines Sommers

Wir Leser packen Autoren ganz gerne in Schubladen. Sie stehen entweder für packende Thriller, komische Lebensgeschichten oder romantische Abenteuer, verdienen ihre Brötchen mit dem Schreiben von Sportlerbiografien oder politischen Betrachtungen. Umso ungewöhnlicher erscheint mir das neue Werk von David Baldacci, der sich mit „Das Glück eines Sommers“ nun in eine von ihm eher unerwartete Schublade begibt. Zu Abwechslung möchte er uns mal kein grausiges Mysterium in Sachen Mord und Verbrechen vorstellen, sondern eine tragische Familiengeschichte, die den Leser jedoch nicht weniger mitfiebern lassen wird.

Von Maxwell und King zu Familie Armstrong

Persönlich war ich immer absolut fasziniert von den Abenteuern des Duos Michelle Maxwell und Sean King. Ob sie sich „Im Takt des Todes“ auf die Suche nach einer geheimen Maschine begeben haben oder „Bis zum letzten Atemzug“ das Leben einer Präsidententochter schützen wollten – Diese Beiden bleiben ewig in meinen Gedanken. Ganz ähnlich hat es jetzt auch schon die Familie Armstrong geschafft, deren Schicksal einen nicht mehr loszulassen beginnt, wenn man das Werk aufschlägt. Alles beginnt mit der tödlichen Krankheit von Vater Jack. Noch bevor diese sein Leben beendet, tut es ein tödlicher Verkehrsunfall seiner Frau Lizzie. Darauffolgend wird Jack in ein Sterbehospiz verlegt, die drei Kinder scheinen verloren.

Eine Art zweite Chance

Während sie bei Verwandten aufwachsen, geschieht ein Wunder, das Jack zurück ins Leben spült. Dem wiedergewonnenen Glück springt die Hürde in die Quere, dass er und seine Kinder sich in der verlorenen Zeit komplett voreinander entfernt haben, sich fremd geworden sind. Um sie wieder näher zusammen zu bringen fahren die vier an die Küste nach South Carolina. Hier soll der Versuch gestartet werden, sich nicht nur wieder näher zu kommen, sondern auch schmerzliche Erlebnisse gemeinsam aufzuarbeiten. Leider nur zeigt sich gerade dabei, wie lange es dauern kann, manch aufgebrochene Wunde zu schließen. Einige von ihnen werden wohl für immer offen bleiben.

 

 


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