Buchtipp: Benedikt XVI. – Jesus von Nazareth Bd.3

Benedikt XVI. - Jesus von NazarethMan mag über das Werk des Christentums denken wie man möchte. Leugnen jedoch kann niemand, dass es eines der stabilsten, Gerüste ist, welche die Menschheit je zu Gesicht bekam. Die katholische Geschichte ist eine, die auf zwei Jahrtausende zurückblicken kann und eine, die noch eine lange Zukunft vor sich haben wird. Wenn beim Konklave im Vatikan Anfang März der 266. Papst auserwählt wird, kann eine neue Ausrichtung erfolgen, die Grundidee aber bleibt bestehen. Bis dahin werden alle weiterhin über Papst Benedikt XVI. reden, der sein Amt zum 28. Februar des Jahres aufgibt. Der deutsche Papst habe nach eigenen Angaben nicht mehr die Kraft, seinem Amt als Kirchenoberhaupt gerecht zu werden. Ein Amt, dessen Aufgabe es auch ist, das Ansehen des „Jesus von Nazareth“ hochzuhalten.

Die dreiteilige Geschichte eines gläubigen Christen

Es spielt keine Rolle, wie man selbst zum Glauben steht, Joseph A. Ratzinger versucht in seiner Trilogie lediglich seine eigene Sicht darzulegen und diese allen Menschen zu erklären. Der amtierende Papst gibt auch im abschließenden Teil „Jesus von Nazareth Bd.3“ einen bewegenden Einblick in seine eigene Glaubensidentifikation. Eigentlich muss das 172 Seiten umfassende Schriftstück als erstes Buch gesehen werden, gibt es doch eine Übersicht zur Kindheitsgeschichte von Jesus. Hatte Benedikt XVI. in den beiden vorangegangenen literarischen Zeugnissen über das Wirken Jesu und seine Auferstehung gesprochen, stellt er hier die Vorgeschichte dessen vor.

Die perfekte Abrundung

Ob sich der Papst dieses zugegeben schwerste Kapitel mit Absicht für den Schluss aufhob, bleibt in ihm verborgen. Klar ist aber, dass das Buch schon aufgrund seiner Thematik wie auch die anderen beiden international zum Bestseller avancierte. Heikel bleibt ganz sicher die Erklärung der unbefleckten Empfängnis, doch sie erscheint im Verbund der insgesamt vier Kapitel gar nicht mal so abwegig. Benedikt XVI. versucht keinesfalls seinen Glauben dem Leser aufzuzwängen, sondern gibt ihm durch die Trilogie die Chance, sich selbst und den individuellen Weg zu finden.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter