Buchtipp: Asterix bei den Pikten

Asterix bei den Pikten„Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.“ Dieses Zitat reicht uns vollkommen aus, um festzustellen, dass sich Caesars monumentales Werk „De bello Gallico“ nicht so ganz an der Wahrheit orientiert hat. Längst wissen wir, dass es da noch einen Stamm gibt, der das römische Soldatenleben mittels eines sonderbaren Gebräus alles andere als einfach gestaltet. Jahrzehnte lang zehren wir nun schon von den Comic-Abenteuergeschichten der beiden Franzosen René Goscinny und Albert Uderzo, lieben auch die daraus entstandenen Zeichentrick- und Kinofilme von Asterix und Obelix. Nach Jahren der Durststrecke setzt ein neues Gespann ihr Werk fort und präsentiert mit Asterix bei den Pikten nun den 35. Band der Reihe.

Asterix bei den Pikten – Neues Gespann setzt die Tradition fort

Nach dem Tod des Autors Goscinny verlor die Reihe ein wenig an Qualität, weil Uderzo zwar ein begnadeter Illustrator, aber eben kein Schriftsteller ist. Der Versuch, die Comicserie mit neuen Figuren zu modernisieren, schlug fehl. Dementsprechend positiv wurde es aufgenommen, dass der heute 86-Jährige die Aufgabe an Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad abgegeben hat. Beide genießen in der Comicszene großes Ansehen und verleihen dem kleinen blonden Gallier, seinem großen Kompagnon Obelix und allen anderen Figuren den Glanz früherer Tage. Gemeinsam schickt das neue Team Asterix nach Schottland zu den Pikten und zu einem Stamm, über den in der Realität wenig vorliegt und der so die perfekte Würze mit ins Spiel bringt.

Beim Teutates – Es wird wieder richtig lustig mit Asterix bei den Pikten

Insbesondere die Reisen in entfernte Länder waren immer die ganz großen Highlights der Bände. In Mehr als fünf Dekaden nach dem ersten Comic „Asterix der Gallier“ stoßen Asterix und Obelix bei einem Spaziergang im eiskalten Winter auf einen eingefrorenen Fremden, der vermutlich auf dem Seeweg nach Gallien kam. Der Tätowierte – die Pikten verdanken ihre Bezeichnung der Vorliebe für farbenfrohe  Körperkunst – ist äußerst muskulös und nur mit einem Kilt bekleidet. Er, Mac Aphon,  ersucht das Dorf um Hilfe, weil sich ein anderer Clan mit römischer Unterstützung die Pikten unterwerfen möchte. Klar, dass sich Asterix, Obelix und auch Hündchen Idefix bei der Aussicht auf ein spannendes Abenteuer mit ihm auf den Weg machen. Gespickt mit vielen lustigen Augenblicken, die im kulturellen Aufeinandertreffen vorprogrammiert sind, einem niedlichen Vorgänger Nessies und den bekannten Elementen früherer Asterix-Bände ist das Debüt des neuen Co-Gespanns – Asterix bei den Pikten – definitiv einen ausführlichen Blick wert.


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  1. Hi, wann gibt es diesen band auf Latein?

    5.11.2013
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