Buchtipp: Amores – Die Elegien der Liebe von Ovid

Vor ein paar Jahren machte mich ein Film auf ein ganz besonderes Thema aufmerksam. Wie schaffen es Männer bei Frauen zu landen, ohne ihrem eigentlichen Typ zu entsprechen? Der smarte Will Smith, damals in die Rolle des „Hitch“ gepackt, gab prächtige Ratschläge, fruchtbar, wie sie sonst nur ein Gelehrter in der Geschichte an den Mann brachte. Der römische Schriftsteller Ovid schaffte das nämlich schon vor gut zweitausend Jahren und er hielt es in seinen „Amores“, insgesamt 49 Liebeselegien, für die Nachwelt in Erinnerung, weshalb es mir heute noch möglich ist, sein Werk als wahren Buchtipp zu empfehlen.

Ovid, der seinerseits um die Geburt Christus und somit zum Wechsel der Zeitrechnung lebte, schrieb über Themen, die man öffentlich nicht ansprechen sollte, weshalb er selbst auch später der Verfolgung zum Opfer fiel. Genau genommen war es bei unserem Buchtipp „Amores“ eigentlich nur ein Thema, nämlich die Liebe, über die Ovid schrieb und für deren Ausführung man ihn des unzüchtigen Verhaltens bezichtigte. Schon im alten Rom, in dem man mit der Liebe einen brisanten Zündstoff hatte, über den es nicht offen zu sprechen galt, gehörte das Thema also nicht zum gesellschaftlichen Unterhaltungskanon, jedenfalls nicht jene offen ausgelebte Liebe, die Ovid in seinen Gedichten preist. Neben den Aspekten Eifersucht, Treue, Liebesbeichte und Verrat finden sich in den „Elegien der Liebe“, die auch als eBook erhältlich sind, auch zahlreiche Ratschläge, wie man an das gelangt, was man begehrt.


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