Buchempfehlung – Nichts bereuen (Benjamin Quabeck)

Passend zur grauen Herbstzeit und dem tristen Alltag gibt es ein Buch, dass die persönlichen Schicksalsschläge fast wie Lappalien aussehen lässt, oder zumindest aufzeigt, dass man nicht allein mit seinen Problemen ist. Nichts bereuen handelt von dem 19-jährigen Daniel, der bis dato noch keinen Sex hatte. Objekt seiner Begierde ist Luca. Bis hierhin unterscheidet sich das Buch nicht von anderen romantischen Romanen, wären da nicht die unterhaltsamen Gedankengänge und Aktionen von Daniel. Denn was dieses Buch so außergewöhnlich macht, ist seine Direktheit. Der Einblick in pubertierende Gedanken, wie wir sie wohl alle schon gehabt haben. Die Groteske zwischen Vernunft und Gefühl. Es ist die Nähe zur Figur, die den Leser mitfühlen bzw. sich darin wiederfinden lässt. Jeder könnte diese Geschichte erzählen, denn sie handelt von unserer Erfahrung. Dem Ringen nach Selbstfindung. Man könnte fast sagen, es sind die Leiden des jungen Werther der Moderne. Benjamin Quabeck hat mit diesem Buch mal wieder eindrucksvoll sein Talent bewiesen. Für alle Lesemuffel hat er dann auch gleich noch die filmische Umsetzung von Nichts bereuen als Regisseur umgesetzt. In den Hauptrollen finden sich dann so charismatische Darsteller, wie Daniel Brühl und Jessica Schwarz.


Wer sich nun zum Quabeck Fan mausert, kann auch aktuell seine Werke bestaunen. So ist er unter anderem Regisseur der Pro7 Serie Unschuldig mit Alexandra Neldel.


Nichts bereuen, ein Mantra, eine Lebensweisheit. Vielleicht sogar der Trost einsamer Nächte, oder aber die Grundlage zukünftigen Glücks.


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