Buch vs. eBook – Duell oder Partnerschaft?

Bestimmt wurde schon auf den ersten Buchmessen im alten Babylon darüber diskutiert, dass demnächst die Tontafel kommt – und man hat sich bestimmt auch damals schon gefragt, ob man dieses neuartige Medium mit in die Badewanne nehmen kann. Dass es sich um einen Hype handelte, kann man schon an der Tatsache ablesen, dass heute kein Mensch mehr über die Tontafel redet. Dafür reden alle vom E-Book, das man – so viel scheint schon festzustehen – nicht mit in die Badewanne nehmen kann. Ansonsten aber hat das Gerät, wie unser Vergleich zeigt, auch nicht mehr Nachteile als das gute, alte Buch.


Von Andreas Rosenfelder



Buch:



Tropenholz: Der Rohstoff der Bücher wurde von Mafiabanden in fernen Bananenrepubliken abgeholzt.


Billy: Regalwände waren die perfekte Kulisse für Cordsakkoträger, die Besuch von Kultursendern bekamen.


Schimmelpilz: Bibliotheken dienten seltenen Pilzarten mit hochgiftigen Sporen als Brutstätte.


Arme Poeten: Mit Büchern konnte man nie besonders viel Geld machen.


Umzugskartons: Kisten mit Büchern waren schwer, sperrig und beim Umzug sehr teuer.


Trojanisches Buch: In ausgehöhlten Büchern ließen sich bei Bedarf Waffen, Drogen oder Feilen schmuggeln.


Bettlektüre: Bücherstapel auf dem Nachttisch waren einmal wichtiger als Kondome.


Blauer Reiter: Seit „Das war der Hirbel“ gab es kein wirklich gelungenes Buchcover mehr.


Hans-Christoph Buch: Klingt verdammt seriös.



E-Book:



Atomstrom: E-Books laufen mit einer umweltfreundlichen Ressource, die dazu noch billig ist.


Raufaser: Wohnungen von E-Book-Lesern wirken größer, aber auch trostloser, zumal wenn die Neo-Rauch-Gemälde fehlen.


Wurmbefall: E-Books laden russische Hacker dazu ein, spezielle Viren für Dan-Brown-Leser zu züchten.


Privatinsolvente Poeten: Mit E-Books kann man überhaupt kein Geld machen.


Datenpakete: Das E-Book findet man nach dem Umzug garantiert nicht wieder – bei den Töpfen, bei den ausrangierten Handys?


Bundestrojaner: E-Books taugen perfekt zur permanenten Überwachung aller Dan-Brown-Leser.


Nerdlektüre: E-Books auf dem Nachttisch sind ungefähr so abtörnend wie Kondome.


Grauer Star: Mit einem blinden E-Book-Display blamiert man sich selbst als Dan-Brown-Leser nicht.


Hans-Christoph E-Book: Klingt irgendwie komisch.


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