Brick Mansions – Unser Filmtipp

Brick MansionsIn der letzten Zeit sind einige Blockbuster in den Kinos angelaufen, die das Resultat eines enorm hohen Budgets darstellen. Von „Godzilla“ über den neuen „X-Men“ bis hin zur Märchenadaption „Maleficent“ – Hollywood wagt momentan immense Investitionen, um die Kinozuschauer bei Laune zu halten. Da ist es irgendwie ganz angenehm, dass in dieser Woche mit „Brick Mansions“ mal wieder ein Film auf die Leinwand kommt, der nicht ganz so viel gekostet hat, bodenständiger daherkommt und dennoch ein enorm zu empfehlendes Spektakel bietet. Zumal es die letzte vollständige Dreharbeit des im November 2013 verstorbenen Paul Walker ist.

Brick Mansions – Ein Remake mit jeder Menge Parcour

Der französische Filmemacher Luc Besson („Leon – Der Profi“ und „96 Hours“) ist berühmt für seine Genrearbeiten, die stets mit hohem Unterhaltungswert glänzen. Ebenfalls nicht ganz untypisch ist es, dass der Meister gelegentlich im Hintergrund die Strippen zieht und einem bewährten Mitarbeiter den Regiestuhl überlässt. Dieses Mal gebührt der Platz dem Cutter von „Transporter 3“, Camille Delamarre. Dieser lässt in „Brick Mansions“, einem Remake des Klassikers „Ghettogangz – Die Hölle vor Paris“, einige großartige Elemente einfließen. Zu ihnen gehört die Verlagerung in die US-amerikanische Industriestadt Detroit, die in der Zukunft wahrlich heruntergekommen vorgestellt wird. Schulen und viele andere soziale Einrichtungen sind in den abgeriegelten „Brick Mansions“ geschlossen, Gewalt und das illegale Geschäft mit Drogen bestimmen die Szenerie. Selbst der Bürgermeister (Bruce Ramsay) hat den Bezirk und die Bewohner längst abgeschrieben und plant bereits, vor Ort einen Neustart mit lauter Luxusimmobilien in Auftrag zu geben. Einzig Undercover-Cop Damien Collier (Paul Walker) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Gemeinsam mit dem früheren Polizistenmörder Lino (David Belle, der bereits in „Ghettogangz“ diese Rolle ausfüllte) hat er der Unterwelt den Kampf angesagt, was dem Zuschauer so manche ereignisreiche Parcour-Szene schenkt.

Mit Brick Mansions endet eine Ära

Gemeinsam haben sie Gangsterboss George the Greek (Carlo Rota), vor allem aber Tremaine Alexander (RZA) den Kampf angesagt. Dieser verlässt die „Brick Mansions“ nie und leitet in Patenmanier sämtliche Geschäfte vor Ort. Das Fass zum Überlaufen bringt eine Neutronenbombe, mit der Tremaine die Stadt vor ein Ultimatum stellt. Da die Uhr tickt, müssen sich Damien und Lino beeilen und genau das bekommen wir in den zahlreichen Kampf- und Verfolgungsszenen zu sehen. Schon zu Filmbeginn sieht man Linos gigantische Parcour-Vermögen. Damien steht dem in nichts nach, was auch daran liegt, dass Paul Walker („The Fast and Furious 1-6“) die meisten Stuntszenen selbst gedreht hat. Der Kalifornier, der Ende des letzten Jahres bei einem Autounfall ums Leben kam, hievt seinen letzten komplett abgedrehten Film „Brick Mansions“ dank seines großen Talentes noch mal eine Unterhaltungsebene höher.


Leider gibt es noch keine Kommentare Schreib den ersten!
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter