Autorenvorstellung: Tana French weiß, wie man einen Krimi schreibt

Es ist definitiv eine Gabe, Menschen mit Worten berühren zu können und womöglich war ihre Schauspielausbildung nicht unbedingt hinderlich für Krimiautorin Tana French. Die gebürtige US-Amerikanerin, die es zwischenzeitlich unter anderem auch nach Italien und Malawi verschlagen hat, ist seit knapp zwei Dekaden in Dublin beheimatet. Dort schreibt sie Geschichten, die Millionen Leser faszinieren. Es mag ihr durchaus eine Hilfe sein, dass sie auf der Bühne gelernt hat, wie Menschen auf gewisse Szenarien reagieren. Schon ihr Debütroman „Grabesgrün schaffte es an die Spitze der Bestsellerlisten und einen Edgar Allan Poe Award bekommt auch nicht gerade jeder verliehen.

Der Geschichte um die Ermittler Cassie Maddox und Rob Ryan, die bei einem Fall um einen Ritualmord an einem jungen Mädchen im untersten Dickicht graben mussten, um die Antwort zu finden, folgten weitere schaurige Romane. In „Sterbenskalt“ beispielsweise muss der Undercover-Agent Frank Mackey zurück in die alte heimatliche Perspektivlosigkeit, der er vor Jahrzehnten entflohen war. Im gleichen Jahr präsentierte French uns „Totengleich“, wo es erneut Cassie Maddox ist, welche gruseligen Geheimnissen auf die Spur kommt. In diesem Fall gleicht die Tote ihr wie ein Spiegelbild. Maddox schlüpft in die Rolle des Opfers oder sollte sie selbst das Opfer sein? Wie die ersten drei spielt auch der brandaktuelle Roman „Schattenstill“ im Umkreis von Dublin. Ort der Szenerie ist mit Broken Harbour eine Art Geisterstadt, die verlassener nicht sein könnte. Als eine Familie in einem Haus mit mysteriösen Löchern in der Wand tot aufgefunden wird, übernimmt Ermittler Mike Kennedy das Zepter, doch auch er sinkt mehr und mehr in die Abgründe der Vorstadt.


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