Aus dem Dilemma an die Spitze

Am 18. Juni um 13:30 Uhr treffen sich in Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth die deutsche und die serbische Fußballnationalmannschaft, um im zweiten Spiel der Vorrundengruppe D um weitere Punkte zu spielen. Die Serben mussten bereits gegen Ghana ran, Deutschland hat nach dem Spiel gegen Australien hoffentlich schon drei Punkte auf dem Konto. Millionen Menschen auf der Welt werden dieses Spiel verfolgen, an den Leinwänden und Fernsehapparaten rund um den Globus. Einer dieser Menschen wird die deutsche Nationalspielerin Fatmire Bajramaj sein, die gerade als Spielerin von Turbine Potsdam die Deutsche Meisterschaft und den Gewinn der Champions League feiern durfte.

Bajramaj gilt zurzeit als vielleicht beste Offensivspielerin der Bundesliga, wohlmöglich sogar in ganz Europa, und dennoch gilt ihr Interesse an dem Spiel wohl nicht allein dem runden Leder. Bajramaj ist selbst gebürtige Serbin, sie ist 1988 im Kosovo, der damals als autonome Region Serbiens galt, geboren. Im Krieg ist sie nach Deutschland geflüchtet, wo sie zunächst heimlich mit dem Fußballspielen anfing. Von diesen traumatischen Kindheitserlebnissen, den ersten Stunden auf dem Bolzplatz und der sich nach und nach entwickelnden technisch versierten Ballkünstlerin können wir nun in „Mein Tor ins Leben – Vom Flüchtling zur Weltmeisterin“ Zeuge werden. „Lira“ Bajramaj erzählt uns ihre einzelnen Stationen und versucht allen, denen das Leben übel mitspielt, ein Vorbild zu sein.


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