Angst vor dem Unbekannten

Die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf dem so genannten schwarzen Kontinent wurde bereits seit Jahren mit Freude erwartet und das obwohl zunächst weder der Bau der Stadien als gesichert galt, noch Klarheit über die Stärke der qualifizierten Teams herschte. Nun wissen wir, alle Spielorte von Johannesburg bis Durban sind fertig und obwohl sich einige der Topstars verletzt abmelden mussten, werden es wohl tolle Spiele. Was schon früh in Verbindung mit den Spielen in Südafrika gebracht wurde, waren die schönen Dinge, die Trommelgeräusche der afrikanischen Kultur und die zahlreichen Vuvuzelas, die es weltweit bereits zum absoluten Kult gebracht haben. Südafrika ist aber auch mehr. Erst letztens kam es bei einem Testspiel zu heftigen Auseinandersetzungen mit mehreren schwer verletzten Opfern. Auch das ist Südafrika, Kriminalität und Brutalität kennzeichnen den Staat am Kap der Guten Hoffnungen.

Einer, der mehr weiß als nur das, was wir in den Medien über Apartheid gehört haben, ist der deutsche Journalist Rolf Ackermann, der sich mittlerweile ausschließlich der Schriftstellerei gewidmet hat. In seinem Werk „Brennpunkt Südafrika“ geht es um einen Südtiroler, der als Missionar über vierzig Jahre afrikanisches Gemüt kennenlernt, keinesfalls oberflächliches, sondern die ungeschliffene Mentalität der Einheimischen. Karl Kuppelwieser ist kein Mann, der Dinge verschweigt, ganz im Gegenteil, er bricht Tabus und spricht sie offen an. So gelingt es ihm eine Brücke zu bauen, die europäische Kultur mit derjenigen der schwarzen Bevölkerung zu verbinden weiß. Ackermann verarbeitet mit seinem fiktiven Charakter Kuppelwieser die eigenen Erfahrungen, die er auf vielen Reisen machen konnte und gibt so ein verständliches Bild für die Entwicklung der rohen Kriminalität, die gemeinsam mit dem Hauptproblem Afrikas, Aids, verheerende Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.


Ein Kommentar zu “Angst vor dem Unbekannten” Eigenen verfassen
  1. Rolf Ackermann

    Als Autor freue ich mich über jeder Leserzuschrift oder Rezension. Aber ein fataler Fehler steckt in dieser hier drin: „Ackermann verarbeitet mit seinem fiktiven Charakter Kuppelwieser die eigenen Erfahrungen“. Neeeiiiinnnn!
    Karl Kuppelwiesr ist kein fiktiver Charakter! Dieser großartige Mensch lebt. Mein Buch ist einen BIOGRAFIE! So wie mein Buch „Die weisse Jägerin“ eine Biografie ist.
    Die Fussballweltmeisterschaft ist zu Ende – aber Karl Kuppelwieser macht weiter!

    14.07.2010
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