American Sniper – Unser Filmtipp

American Sniper FilmposterIn der Welt gibt es viele politische Fragen und Diskussionsthemen, in denen selten eine einheitliche Meinung gefunden wird und sich stattdessen unterschiedliche Meinungspole entwickeln. Ein Bereich, auf den das besonders zutrifft, ist der militärische Kriegseinsatz in Ländern, die in der westlichen Welt als Gefahr angesehen werden. Ob Afghanistan, der Sudan oder der Irak – für den „American SniperChris Kyle stand es nie zur Debatte, ob seine Vereinigten Staaten das Richtige tun, wenn sie diesen Ländern auf ihre Art den Frieden bringen. Chris Kyle ist der erfolgreichste Scharfschütze in der Geschichte seines Landes, verzeichnet sind mehr als 160 Liquidierungen, die „Der Teufel von Ramadi“ vorgenommen haben soll. Kyle ist 2013 auf einem Schießplatz erschossen worden, seine Autobiographie hat für Aufruhr gesorgt. Clint Eastwoods Adaption dieser außergewöhnlichen Lebensgeschichte ist unser Kinotipp für die Woche.

Bradley Cooper als American Sniper

Einen Oscar gab es für den sechsfach nominierten Film über das Leben von US-Navy-Seal Chris Kyle (Bester Tonschnitt). Bradley Cooper, der in der Hauptrolle als begnadeter Scharfschütze mit dem höchsten Bodycount der Historie zu sehen ist, ging zum dritten Mal in Folge leer aus. Regisseur Clint Eastwood hatte sich garantiert auch ein wenig mehr erwartet. Zu Recht, wenn man sich diese detailgetreue Arbeit anschaut, die dort für mehr als zwei Stunden über die Leinwand flimmert. Bedenkt man jetzt noch, dass es derzeit wohl keinen Film gibt, der thematisch brisanter ist, scheint es umso unverständlicher. Im Zentrum steht die Geschichte eines Mannes, der Menschen liquidierte, weil seine Regierung der Meinung war, dass sie eine Gefahr für die Sicherheit der Welt darstellen würden. Der „American Sniper“ fragte nicht nach, er führte seine Aufträge aus. Chris Kyle (Bradley Cooper) funktionierte wie eine Präzisionsmaschine.

Die Geschichte des American Sniper beginnt mit seiner ersten Tötung

Schon in der Eingangsszene ist dem Film die Brisanz anzumerken. Chris Kyle befindet sich im Irak, er hat einen US-Konvoi zu beobachten und entdeckt eine Frau, die ihren Sohn mit einer Handgranate bewaffnet in Richtung der Soldaten schickt. Kyle setzt seinen ersten Schuss und tötet den Jungen, er tötet auch die Frau, die es an seiner Stelle versucht. Kurz darauf beobachtet man den kleinen Chris Kyle, wie er mit seinem Vater jagt. Von ihm distanziert er sich, weil er seine Kinder schlägt. Dennoch aber wird sich seine Rohheit im späteren Chris Kyle festigen. Die Zuschauer von „American Sniper“ begleiten den Hauptcharakter, wie er sich nach Bombenanschlägen auf US-Botschaften dem Militär anschließt und zu den Navy Seals kommt. Man erfährt vom ersten Treffen mit seiner Frau Taya (Sienna Miller), die er nach seinem Tod 2013 neben den beiden Kindern hinterlässt. Während des Films sorgt auch sie immer wieder dafür, dass wir einen guten Einblick in das Leben Kyles bekommen und all die dunklen Seiten unserer kriegerischen Welt erhalten.


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