American Hustle – Unser Filmtipp

American Hustle

American Hustle

Vor einigen Wochen standen die Golden Globes im Fokus, Anfang März werden es die Academy Awards sein. Einer der erfolgreichen Preisträger der Globes könnte dann auch bei den Oscars relativ oft auf der Bühne zu sehen sein. Mit ganzen zehn Nominierungen geht die US-amerikanische Ganovensatire „American Hustle“ ins Rennen um die begehrteste Trophäe der Filmindustrie, als einziger Kandidat wohlgemerkt für die Big Five. Bei den Globes räumte das Werk von David O. Russell („Silver Linings“ und „The Fighter“) bereits den Preis für den Besten Film in der Kategorie Komödie/Musical sowie die Beste Hauptdarstellerin und Beste Nebendarstellerin ab.

American Hustle – Hollywoods A-Prominenz

Russell macht schon bei seinen Casts deutlich, wie hoch das Oscarpotenzial seines Projekts einzustufen ist. In der Rolle des Trickbetrügers Irving Rosenfeld besticht mit Christian Bale einer, der unter anderem schon als Superhelden-Fledermaus Kinosäle füllte und für die Darbietung in „The Fighter“ bereits einen Oscar in die Vitrine stellen durfte. In „American Hustle“ besitzt er ein paar Waschsalons, verdient sich nebenbei aber mit kleinen Betrügereien zusätzliche Scheine. In der schönen Sidney Prosser (Amy Adams) hat er neuerdings eine talentierte Komplizin gefunden. Durch ominöse Kreditgeschäfte und den Handel mit vermeintlichen Kunstwerken haben sich die Beiden schon reichlich Geld ergaunert. Das Ganze geht gut, bis sie auf FBI Agent Richie DiMaso  (Bradley Cooper) treffen. Dieser plant den großen Karrieresprung und will mithilfe der zwei die ganz dicken Fische aus der New Yorker Unterwelt hinter Gittern bringen. Auch Irvings hysterische Gattin Rosalyn (Jennifer Lawrence) und der aufstrebende Politiker Carmine Polito (Jeremy Renner) sollen eine entscheidende Rolle im Verwirrspiel einnehmen.

Die späten 1970er – Perfekter Rahmen für American Hustle

Der große Glanz von „American Hustle“ besteht natürlich in der hochdekorierten Besetzung. Bale, Lawrence, Adams und Cooper sind nicht ohne Grund für den Oscar nominiert. Alle haben bereits mit Russell und teilweise auch untereinander zusammengearbeitet. Dass mit Jeremy Renner und Robert De Niro zwei weitere Größen in der 138-minütigen Komödie zu sehen sind, hebt das Niveau gar auf einen noch höheren Level. Letztgenannter brilliert als Mafioso Victor Tellegio und fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die herausragende Umsetzung von Russell, der im Film nicht nur die reale Abscam-Operation der US-Bundespolizei aus dem Jahr 1978 thematisiert, sondern es auch in den einzelnen Szenen perfekt meistert, uns die späten 1970er zurück in die Erinnerung zu rufen. So steht für „American Hustle“ ein Abschlussfazit bereit – Definitiv oscarverdächtig.

 


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