Alina Bronsky – Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

Es mag vielleicht klingen wie ein neues Kochbuch über eurasische Leckereien, doch schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass die junggebliebene Autorin Alina Bronsky dies nur als einen Deckmantel für ihren zweiten ErfolgsromanDie schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ benutzte. Bronsky, selbst in Teilen des tatarischen Gebietes groß geworden und mittlerweile in Deutschland ansässig, beschreibt in der Geschichte das Leben einer im Matriarchat lebenden Familie, die sich generationsübergreifend mit allen Geschehnissen und entscheidenden Wendungen auseinander zu setzen hat. Dabei muss vor allem das Familienoberhaupt Rosalinda des Öfteren erkennen, dass ihre alten Denkkonstruktionen im Wandel der Zeit nicht länger aufrechtzuerhalten sind.

Alles beginnt mit der Schwangerschaft von Sulfia, der Tochter Rosalindas. Eigentlich fühlt sich die selbstverliebte Mutter alles andere als alt und so drängt sie ihre Tochter zur Abtreibung, was ihr aufgrund der despotischen Verhältnisse vor Ort auch möglich scheint. Doch der Versuch, das junge Leben zu beenden, noch bevor es wirklich entstehen kann, misslingt und Aminat wird geboren. Zu Rosalindas eigener Verwunderung empfindet sie unglaublich große Gefühle für die Kleine und wandelt sich binnen kürzester Zeit zur liebenswerten Großmutter. Nach Zusammenbruch der Sowjetunion ziehen die drei Generationen nach Deutschland, wo das Leben sich so anders gestaltet als das bisher gewohnte. Mit dem anderen konfrontiert entwickeln die drei Generationen trotz vieler Rückschläge einen noch engeren Zusammengehalt.


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