Achtung Baby! – Die Wandlung des Herrn Mittermeier

Seit über einem Jahrzehnt muss ich jetzt schon über einen Comedian schmunzeln, bei dem andere wiederum meinen, das einzig Besondere an ihm sei, dass er ein Bayer ist. Für mich persönlich ist Michael Mittermeier aber noch einiges mehr, er war mein erster Kontakt mit Fernsehcomedy, mal abgesehen von den zahlreichen Cartoons um Duffy Duck und Co.. Über Jahre hinweg verfolgte ich seinen Werdegang und vor allem die zahlreichen Geschichten, die Mittermeier über das alltägliche Familienleben zu erzählen hatte, lösten in mir manch schmerzenden Lachkrampf aus. Stets hatte er den ein oder anderen nicht ganz ernstgemeinten Ratschlag für junge Eltern auf den Lippen, stets auch einen lustigen Spruch zu ihrem Verhalten.

Nun ist der Herr Mittermeier selbst Vater geworden und wie so oft verarbeitet er die persönlichen Erlebnisse in seinem Bühnenprogramm. Okay, das macht wahrscheinlich jeder Comedian. Was bei ihm aber interessant ist? Durch die persönlichen Erlebnisse mit seiner Tochter scheint sich Mittermeiers Einstellung zu den kleinsten menschlichen Lebewesen ein wenig verändert zu haben. Passé sind die lästernden Sprüche über junges Familienglück, voll im Trend hingegen Schnulleralarm und Windeln wechseln. „Achtung Baby!“ verarbeitet die Erlebnisse eines Mannes, der stets über Eltern sprach und dies nun über seine ganz eigenen Erfahrungen tun kann. Hier lässt er kein Kapitel aus und schon bei der Schwangerschaftsphase ergeben sich ganz neue Mysterien, die nach der Geburt nur noch unglaublicher geworden sind.


Ein Kommentar zu “Achtung Baby! – Die Wandlung des Herrn Mittermeier” Eigenen verfassen
  1. Name

    Michael Mittermeier war toll zu Zeiten von „Zapped“ als Fernseh-Zapper-Proll vor fast 15 Jahren. Seither kann man die weichgespülte Comedian-Werdung des Herrn Mittermeier beobachten („Du darfst aber nur ins Fernsehen, wenn du die schlimmen F…-Wörter nicht sagst“). Es ist sicher für ihn ganz toll, dass er jetzt Vater geworden ist … aber wen soll das noch interessieren?

    12.07.2010
Kommentar schreiben

Folge buecher.de bei Twitter