8.Spieltag der Fußballbundesliga 2009/10

Ex-Nationalstürmer, der Tore schießt - Gerald AsamoahEs heißt immer, Stürmer werden an ihren Toren gemessen. Was nicht weiter ungewöhnlich ist, denn im Fußball gewinnt nun mal in der Regel die Mannschaft, die es schafft mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Der Torhüter hat die Aufgabe seinem Namen alle Ehre zu machen und sein Tor zu hüten, die Verteidiger dafür zu sorgen, dass er nicht allzu viel zu tun bekommt. Im Mittelfeld ist man dafür zuständig die Verbindung zwischen den Mannschaftsteilen herzustellen, die Defensive weiter zu entlasten und für vorne die nötige Kreativität einzubringen. Im Angriff ist man demnach hauptverantwortlich dafür, dass eben die für den Sieg notwendigen Tore fallen. Besonders in der Woche vor dem wichtigsten Länderspiel des Jahres lag das Augenmerk der Öffentlichkeit besonders auf unseren Angreifern. In München trafen sich am Samstag gleich drei unserer deutschen Nationalstürmer und weckten so große Erwartungen für ein torreiches Wochenende.

Den Auftakt gaben am Freitag Schalke und Frankfurt. Die Hessen zeigten sich rehabilitiert gegenüber der herben Pleite am vergangenen Wochenende, waren beim 2-0 der Schalker aber letztendlich chancenlos. Der eingewechselte Ex-Nationalstürmer Gerald Asamoah legte mit seinem ersten Saisontreffer nach einer eher mäßigen ersten Hälfte die Grundlage und macht Schalke dadurch zu einem ernstzunehmenden Verfolger. Am Samstag kam es dann zur großen Rückkehr des Kölner Prinzen an seine alte Wirkungsstätte München, wo man wieder nur auf eine Spitze setzte und sich diesmal Miro Klose einsam und alleine vorne wiederfand. Wie gut Poldi und Klose zusammen funktionieren, haben sie in vergangenen Länderspielen bereits bewiesen. Aber in unterschiedlichen Mannschaften, waren sie genauso harmlos wie der zur Halbzeit eingewechselte Gomez, der im Übrigen für Kollege Klose kam. Was bleibt, war ein müdes Spiel mit Angreifern, die ihrer Bedeutung nicht gerecht wurden und so das 0-0 als einzig mögliches Ergebnis in Frage kam. Vielleicht sollte Löw am Mittwoch im Angriff auf Simon Rolfes setzen. Der ist mit immerhin 4 Saisontreffern der torgefährlichste Deutsche, wenn man mal von Kießling absieht, der beim deutlichen 4-0 gegen Nürnberg zum 6.Mal in 8 Spielen ins Netz traf. Für die kommende Woche sieht der Führende der Torjägerliste aber mehr Ruhe entgegen, denn Löw setzt einmal mehr auf das Altbewährte und so hoffentlich nicht gegen das, worauf es im Fußball ankommt – Tore. Der Torjäger der vergangenen Saison brilliert augenblicklich mit totaler Ladehemmung. Während sich Sturmkollege Dzeko langsam aber sicher warmschießt, wartet Grafite weiterhin auf die Form der Vorsaison. Kurz nach der Pause ersetzte ihn Martins, der sein drittes Jokertor erzielte, zwei verlorene Punkte aber nicht verhindern konnte. Der Meister war überlegen, spielerisch wie auch taktisch und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus, kam aber nicht über ein mickriges 1-1 hinaus. Wenig besser machten es diese Woche auch die Torgaranten aus Hoffenheim in Mainz. Nicht das erste Mal in dieser Saison verschlief das Team von Trainer Ralf Rangnick die Anfangsphase und geriet bereits nach guten zehn Minuten mit 2-0 in Rückstand. So rannten die Kraichgauer bis zum Abpfiff einem Rückstand hinterher, der durch Ibertsberger lediglich knapper gestaltet wurde.

Darf nicht für Deutschland stürmen - Claudio PizarroRichtig viele Tore sahen am Samstag die Fans in Hannover und das zur Abwechslung mal im Netz des Tores, auf welches die Heimmannschaft spielte. Mit einem eindrucksvollen 5-2 über den SC Freiburg ballerten sich die 96er vorrübergehend aus der Abstiegszone und rangieren jetzt nur 2 Punkte hinter den Freiburgern. Am Abend kam es dann zum Duell der krisengeschüttelten Borussen. Während Gladbach nach gutem Saisonstart in den letzten Wochen nicht so wirklich in die Gänge kam, schien Dortmund bis dato noch gar nicht richtig Fahrt aufzunehmen. Die Angst erneut zu versagen, zeigte sich über 90 Minuten und so blieb das wenige Interessante auf die Spannung zurückzuführen. Welttorjäger Lucas Barrios traf mit seinem Bundesligadebüttreffer zum 0-1 Entstand und schoss Mönchengladbach in das länger andauernde Tränental. Wo nun auch Stuttgart angekommen sein dürfte. Nach dem 3-0-Auswärtssieg in Frankfurt vergangene Woche zeigte sich gegen Bremen einmal mehr, wie ungefestigt und mit wie wenig Spielkultur der VFB aufläuft. Bremen hingegen hatte in Pizarro einen Stürmer, der wieder das machte, wofür man ihn bezahlt und erzielte Tor Nummer 5 im sechsten Spiel. Der vierte Nationalstürmer, den Löw für die kommenden Länderspiele auserwählt hat, Cacau, spielte zwar, blieb aber wie die komplette bisherige Saison wirkungslos. Keinen deutschen Nationalstürmer hat der Hamburger SV, dafür aber die notwendige Konstanz, die sie weiterhin im Gleichschritt mit Leverkusen marschieren lässt. Wie die Berlinder Morgenpost berichtete saß bei der Hertha, die sich Anfang der Woche von Trainer Favre getrennt hatte, kein so genannter Interimscoach, sondern mit Friedhelm Funkel ein Altbewährter auf der Bank. Dieser erlebte einen Einstand, den er in der Art wohl selten wieder erleben möchte. Friedrich brachte den Tabellenletzten in Führung, bevor Kaka seinen eigenen Torhüter mit einem Kopfball zum Ausgleich überwindete. Noch schlimmer waren die beiden weiteren Treffer. Der für den verletzten Torwart Ochs eingewechselte Burchert klärte zweimal außerhalb des Strafraums und legte mit seiner Abwehr Jarolim und Ze Roberto die Bälle einschussbereit auf den Fuß, so dass diese den Ball aus großer Entfernung über den Torhüter zum 1-3 einnetzten.

So findet sich die Hertha nach den Länderspielen weiter als Schlusslicht in der Tabelle wieder und versucht in zwei Wochen bei Nürnberg endlich wieder Punkte einzufahren. Ohne ein Freitagsspiel treffen am Samstag außerdem Stuttgart und Schalke 04 sowie Köln und Mainz aufeinander. Das erste Topspiel steigt in Bremen, wo am Nachmittag das Team aus Hoffenheim zu Gast ist. Zwei Niederlagen scheinen genug und so brennt Frankfurt zuhause gegen Hannover auf Wiedergutmachung. Diese werden wohl auch die Bayern in Freiburg als ihre Aufgabe sehen, um das Führungsduo nicht komplett aus den Augen zu verlieren. Am Abend treffen dann in Hamburg die beiden Ungeschlagenen aufeinander, wobei nach dem 4-0 über Nürnberg Leverkusen dank des besseren Torverhältnisses als Tabellenführer ins Spiel geht. Sonntag komplettieren dann Meister VFL Wolfsburg gegen Kellerkind Mönchengladbach und Dortmund gegen den Revierrivalen Bochum den 9.Spieltag.

Elf des Tages:
Mondragon – Noveski, M.Friedrich, Geromel, Mohammad – Rolfes – Ivanschitz, Kroos, Bruggink – Kießling, Asamoah
Bildquelle: www.kicker.de


2 Kommentare zu “8.Spieltag der Fußballbundesliga 2009/10” Eigenen verfassen
  1. david fraint

    werder bremen +

    12.10.2009
  2. david fraint

    ihr seit di besten

    12.10.2009
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