200. Geburtstag von Franz Liszt

Aufgrund des steigenden medizinischen Fortschritts wird es vielleicht irgendwann möglich sein, das Leben der Menschen noch weiter zu verlängern. Wäre dies möglich, könnten wir ungewohnt hohe Jahrestage feiern, so wie zum Beispiel den 200. Geburtstag. Diesen würde, wenn es denn medizinisch möglich gewesen wäre, am morgigen Samstag Franz Liszt erleben und wir könnten dann noch weiter in den Genuss neuer Kompositionen eines der begnadetsten musikalischen Talente jener Zeit gelangen.

Liszt war wie viele der großen Talente schon in jungen Jahren ein umjubelter Pianist. So kam der gerade einmal 12-Jährige 1823 bereits als gefeierter Klaviervirtuose nach Paris. Hier knüpfte er erste große Gelehrtenkontakte, lernte Gleichgesinnte wie Chopin, aber auch Literaten wie Heine und Hugo kennen. Später studierte der Hofkapellmeister von Sachsen-Weimar Theologie und komponierte Mitte der 50er-Jahre des 19. Jahrhundert mit den „Ungarischen Rhapsodien“ eines seiner größten Werke. Er war einer der produktivsten Musiker seiner Zeit und gilt weithin als einer der Wegbereiter der sinfonischen Dichtung, welche Musiker wie Tschaikowski, Dvorak oder Mussorgsky entscheidend geprägt hat. In den  letzten Lebensjahren förderte Liszt die Arbeit seines Schwiegersohns Richard Wagner, bei dessen Bayreuther Festspielen er 1886 verstarb. Sein Werk aber bleibt auf ewig in Gedanken. So ist seine Arbeit noch heute Grundlage für Künstler der Zeit, wie auch für den chinesischen Meisterpianisten Lang Lang, der mit „Liszt – My Piano Hero“ seinem Vorbild eine unvergessliche Hommage gewidmet hat.


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