13 Hours – Unser Filmtipp

13 HoursAktuell tobt in den Vereinigten Staaten von Amerika der Wahlkampf für die Nachfolge von Barack Obama. Ob Hillary Clinton, Donald Trump oder gar ein anderer am Ende das finale Rennen machen wird, sei einmal dahingestellt. Klar ist, dass das Thema Krieg auch für den nächsten US-Präsidenten oder eben die nächste US-Präsidentin präsent bleiben wird. Wir leben in einer Welt, in der in vielen Bereichen Unklarheit und teilweise auch Unübersichtlichkeit herrscht. Außenministerin Clinton musste das schmerzhaft in Erfahrung bringen. Am 11. September 2012, elf Jahre nach dem Al-Kaida-Anschlag auf New York und die gesamte Welt, wurde in Libyen ein US-Konsulat angegriffen, ein amerikanischer Botschafter und drei weitere Menschen getötet. Clinton wurde dafür vielfach zur Verantwortung gezogen. Das Kriegsdrama „13 Hours“ berichtet von diesem Angriff.

„13 Hours“ – ein nächtlicher Angriff

Vieles ist ungewiss in Bengasi (Libyen). Dessen war sich US-Botschafter J. Christopher Stevens (Matt Letscher) bewusst. Dass er die Nacht zum 12. September mit seinem Leben bezahlen sollte, war aber nicht abzusehen. Islamische Milizen stürmten das US-Konsulat, ein Angriff, der über „13 Hours“ viel Blut fließen ließ. Sechs von der CIA angeheuerte ehemalige Elitekämpfer sollen den Schaden möglichst gering halten. Zu ihnen gehören Army Ranger Tanto (Pablo Schreiber), Navy Seal Jack da Silva (John Krasinski), Marine Oz (Max Martini) und der Kopf der Truppe Rone (James Badge Dale). Mit noch zwei weiteren Kollegen schießen sie sich durch die libysche Nacht, ohne so wirklich zu wissen, auf wen sie eigentlich die Waffen richten. Die Lage ist ebenso unübersichtlich wie im jetzigen Syrien, es gibt pro-amerikanische und anti-amerikanische Milizen.

„13 Hours“ -Michael Bay zeigt, wozu er fähig ist

Michael Bay („Bad Boys 2“) hat in der Vergangenheit bewiesen, was für Actionspektakel er auf die Leinwand bringen kann. Anders als die Transformers-Reihe hat er es hier aber mit einer wahren historischen Begebenheit und einer realen Problematik zu tun. Die Waffen, die im zweieinhalbstündigen Drama zu sehen sind – Panzerfäuste, Leuchtspurmunition, Schnellfeuerwaffen – kommen an vielen globalen Kriegsschauplätzen zum Einsatz. Anders als in „Pearl Harbour“, wo Bay vor allem eine Romanze in den Fokus schob, widmet er sich bei der Verfilmung von Mitchell Zuckoffs Buchvorlage wirklich den kriegerischen Vorfällen, die deutlich machen, wir konfus die Situation mittlerweile in vielen Erdteilen ist. Bay inszeniert mit „13 Hours“ einen ambivalenten Kriegsfilm mit reichlich Action, der den Zuschauer auch damit konfrontiert, dass die Unterscheidung zwischen Gut du Böse nicht immer pauschal fallen kann.


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